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Deutschland schreitet beim eGovernment langsam voran
Zweite europäische Studie zeigt Verbesserung des Angebots

    Berlin/Brüssel (ots) - Um zehn Prozentpunkte stieg die Bewertung
der Online-Angebote von Behörden in den 15 Mitgliedsstaaten der
Europäischen Union sowie Island und Norwegen. Im Vergleich zu der im
Oktober 2001 erstmals durchgeführten Studie stieg damit der Grad der
Online-Fähigkeit der Öffentlichen Verwaltung von 45 auf 55 Prozent.
Insgesamt werden im Rahmen der von Cap Gemini Ernst & Young für die
"eEurope Benchmark-Initiative" der Europäischen Kommission
durchgeführten Studie 20 Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen
betrachtet. Zum ersten Mal wurden auch Service-Angebote aus der
Schweiz untersucht, die jedoch nicht in das Gesamtergebnis eingingen.
    
    In Deutschland liegen die Bundesbehörden vorne
    
    Zu Irland, das bereits bei der letzten Untersuchung die
europäische Spitze bildete, schloss Schweden auf. Mit 85
beziehungsweise 81 Prozent stehen die beiden Länder bereits kurz vor
der vollen Transaktionsfähigkeit ihrer Internetangebote. Deutlich
niedriger ist die Bewertung für Deutschland. Lag diese im Oktober bei
40 Prozent, wurden bei der zweiten Untersuchung im Durchschnitt aller
20 Dienste immerhin 46 Prozent des maximal erreichbaren
Umsetzungsgrads erreicht. "Zwar hat die Bund Online 2005-Initiative
bereits viele Projekte auf Bundesebene weit vorangetrieben, auf
Landes- beziehungsweise Gemeindeebene verderben aber immer noch zu
viele Köche den Brei", mahnt Willi Kaczorowski, Leiter der
Beratungssparte für den Öffentlichen Dienst bei Cap Gemini Ernst &
Young Zentraleuropa.
    
    Im Einzelnen erreichten die Abgabe der Steuererklärung, die
Angebote für Arbeitsplatzsuchende, die Deklaration der Körperschafts-
und Umsatzsteuer, die Abgabe der Zollerklärung sowie die
Weiterleitung von Daten an die statistischen Ämter die volle
Punktzahl. Deutlich zulegen muss Deutschland im Bereich der auf
Landes- und Gemeindeebene verantworteten Angebote. Dazu gehören unter
anderem die Beantragung von Sozialleistungen und besonders
bürgerfreundliche Dienste wie der Antrag auf Ausfertigung von
Geburts- und Heiratsurkunden, die Kfz-Zulassung sowie das Einreichen
von Bauanträgen.
    
    Dies ist jedoch kein typisch deutsches Phänomen. Probleme in der
Umsetzung haben der Studie zufolge generell Dienstleistungen, die
aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten von verschiedenen Behörden
angeboten werden und denen komplexe administrative Prozesse zugrunde
liegen wie beispielsweise bei Umweltgenehmigungen. Hohe Bewertungen
erhielten hingegen die zentral angebotenen Dienstleistungen ohne viel
Verwaltungsaufwand.
    
    Vollständiger Pressetext, Studie auf Deutsch sowie Foto von Willi
Kaczorowski befinden sich unter http://www.de.cgey.com/presse zum
Download.
    
    
ots Originaltext: Cap Gemini Ernst & Young
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