Greenpeace Energy eG

Kommentar: Bundesregierung bricht mit neuen Ausschreibungsregeln ihr Versprechen für die Bürgerenergie

Hamburg (ots) - Die Bundesregierung erstellt erstmals verbindliche Regeln für die Ausschreibung von neuen Ökostrom-Anlagen, ein Pilotverfahren zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist derzeit in der Abstimmung. Ein nun bekanntgewordener Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium sieht allerdings gravierende Nachteile für Bürgerenergie-Projekte vor. Es kommentiert Marcel Keiffenheim.

"Die Bundesregierung bricht offenbar ihr Versprechen, kleineren Projekten mit direkter Bürgerbeteiligung eine faire Chance im Wettbewerb um neue Windkraft- oder Solaranlagen zu geben. Entgegen der stets wiederholten Ankündigung von Minister Sigmar Gabriel (SPD), die Bürgerenergie vor der direkten Konkurrenz zu großen Konzernen zu schützen, enthält der vorliegende Entwurf nun gleich mehrere hohe Hürden: So ist für kleinere Akteure weder ein gesondertes Ausschreibungssegment noch eine finanzielle Absicherung im Ausschreibungsprozess vorgesehen. Das benachteiligt Bürgerenergie-Projekte klar im Wettbewerbsnachteil gegenüber großen Konzernen - denn diese können Kosten und Risiken von Ausschreibungen auf mehrere Projekte verteilen."

Marcel Keiffenheim ist Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy und Experte für Ausschreibungen beim bundesweiten Bündnis Bürgerenergie (BBEn).

Pressekontakt:

Christoph Rasch
Politik und Kommunikation
Greenpeace Energy eG
Hongkongstraße 10
D-20457 Hamburg

Telefon 040 / 808 110 - 658
Mobil 0160 / 96 970 159
Fax 040 / 808 110 - 677
christoph.rasch@greenpeace-energy.de
www.greenpeace-energy.de
Original-Content von: Greenpeace Energy eG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Greenpeace Energy eG

Das könnte Sie auch interessieren: