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"EEG-Reform droht Bürgerenergie auszubooten": Kommentar von Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy anlässlich der bundesweiten Energiewende-Demo am 10. Mai in Berlin

Hamburg (ots) - "Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes führt schon jetzt zu viel Verunsicherung bei vielen kleineren und lokalen Akteuren der Ökostrombranche, bei hunderten Genossenschaften und Bürgerenergie-Projekten. Sie alle fühlen sich sinnbildlich ausgebootet und könnten künftig gegenüber großen Konzernen wirtschaftlich massiv benachteiligt werden. Denn laut aktueller EEG-Reform müssen neue Windkraft- oder Solar-Anlagen demnächst ausgeschrieben werden - und Ökostrom-Produzenten können ihren Strom dann fast nur noch über die Börse verkaufen.

Hinzu kommt: Die Akteure der Bürgerenergiewende, die für einen großen Teil der Investitionen in erneuerbare Energien verantwortlich sind, werden von der Politik im Zuge der EEG-Reform so gut wie nicht gehört. Das ist ein wirtschaftspolitischer Affront - denn die schwarz-rote Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag noch einen engen Dialog mit betroffenen Bürgern und Unternehmen versprochen - und dafür sogar die Einrichtung eines regelmäßig tagenden Branchen-Forums namens Energierat in Aussicht gestellt. Dieses Beteiligungsgremium zur Energiewende ist die Bundesregierung bislang schuldig geblieben.

Die Politik muss sich deshalb jetzt endlich ernsthaft mit den wirtschaftlichen Folgen der EEG-Reform für die Bürgerenergie-Szene auseinandersetzen und die Betroffenen anhören. Nicht nur auf der Straße, wie bei der bundesweiten Großdemonstration am 10. Mai, sondern auch im jetzt begonnenen parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren."

Pressekontakt:

Christoph Rasch
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Hinweis für Redaktionen: Vertreter von Greenpeace Energy werden am
Sonnabend, 10. Mai ab 13 Uhr an der Demonstration "Energiewende nicht
kentern lassen" in Berlin teilnehmen und dort auf Anfrage für
Interviews zur Verfügung stehen.

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