SOS-Kinderdörfer weltweit

Ebola-Epidemie zum Ende des Jahres endgültig überwunden?
SOS-Kinderdörfer fordern Hilfe für Waisen

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München/Conakry (ots) - Die schwere Ebola-Epidemie, die mehr als 11.000 Opfer gefordert hat, könnte zum Ende des Jahres endgültig überwunden sein. Darauf wiesen die SOS-Kinderdörfer weltweit am Mittwoch hin. Der letzte Patient in Guinea, ein drei Wochen altes Mädchen, wurde zweimal negativ auf die Viren getestet. Nun laufe eine 42-Tage-Frist. Wenn es keine Neuerkrankungen gebe, werde die Epidemie für beendet erklärt. Liberia und erst kürzlich Sierra Leone wurden bereits von der WHO als ebolafrei gemeldet.

"Wir warnen nun aber davor, die Augen von der Region abzuwenden", sagte Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, in München. Nun müssten die drei Staaten unterstützt werden, die Situation zu stabilisieren und familiäre Strukturen für die Ebola-Waisen zu finden, sagte Yassin. Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer gibt es aufgrund der Epidemie rund 20.000 Ebola-Waisen in den drei Ländern.

"Die Länder sind nach der Epidemie wirtschaftlich am Boden. Wenn sie nicht von der Staatengemeinschaft weiter unterstützt werden, werden viele dieser Waisen als Straßenkinder enden." Zudem müsse es darum gehen, das dortige Gesundheitssystem soweit zu stabilisieren, dass mögliche Ebola-Erkrankungen sofort erkannt und richtig behandelt werden, sagte Yassin.

Die Organisation betreute während der Epidemie Waisen und versucht nun, für die Kinder Mitglieder der erweiterten Familie ausfindig zu machen, die sie aufnehmen. Außerdem werden Waisen in SOS-Kinderdörfern aufgenommen.

Pressekontakt:

Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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