SOS-Kinderdörfer weltweit

SOS-Helfer erreichen abgeschnittene Ortschaften im Kathmandu-Tal / Hoffnung für Erdbebenopfer: Hilfsgüter sichern Überleben

Erdbebenopfer in Khokana - Lalitpur. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds/Elitsa Dincheva"

München (ots) - Nach dem Erdbeben waren sie von der Außenwelt abgeschnitten - nun gibt es wieder Hoffnung: Ein SOS-Team aus Kathmandu hat die Ortschaften Khokana und Bungmati erreicht. Khokana liegt rund acht Kilometer südlich der bekannten Königsstadt Lalipur im Kathmandu-Tal und ist eine alte Siedlung der Newar, einem indigenen Bergvolk. "Als wir den Ort erreichten, waren die Menschen in Panik. Gerade hatte die Erde wieder gebebt und weitere Gebäude stürzten ein", berichtet SOS-Mitarbeiter Kabindra Shah. "Eine Frau wurde dabei schwer verletzt, aber wir konnten sie ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. Wie überall im Katastrophengebiet kamen auch in den beiden Dörfern Menschen ums Leben, viele Wohnhäuser sind komplett zerstört, alles liegt in Trümmern."

"Die Lage der Dorfbewohner ist verzweifelt", schildert Shah die Lage. Die SOS-Helfer waren die ersten, die zu den Erdbebenopfern vordrangen. Hilfe von offizieller Seite ist zwar angekündigt, doch bisher sind die Menschen auf sich alleine gestellt. Mitarbeitern der lokalen Krankenstation und Freiwillige aus dem Dorf haben versucht, ein Nothilfecamp zu errichten. Rund 4.900 Menschen, darunter ca. 1.000 Kinder und 100 Babys drängen sich in notdürftigen Unterständen. Es gibt kaum sauberes Trinkwasser und Essen. Wegen der starken Regenfälle leiden schon einige der Kinder und Erwachsenen an Erkältung, Husten oder Fieber, man befürchtet den Ausbruch weiterer Krankheiten.

Die SOS-Teams versorgen die Dorfbewohner mit Reis, Kartoffeln, Getreideflocken, Nudeln, Milchpulver, Traubenzucker, Babynahrung, Seife und Moskitonetzen, um die nächsten Tage zu überbrücken. Doch nach wie vor fehlt es an Trinkwasser, auch medizinische Hilfe wird dringend benötigt.

Vor dem Beben galt Khokana als kulturelles Kleinod, wo die Menschen ganz ursprünglich nach alten Traditionen von Landwirtschaft und Handwerk lebten. "Jetzt haben die Menschen ihre Wohnhäuser und Existenzgrundlage verloren. Sie brauchen dringend weitere Nahrungsmittel und ärztliche Hilfe, um zu überleben", sagt Teamleiter Kabindra Shah.

Die SOS-Kinderdörfer sind in Nepal seit den 70er Jahren mit 10 Einrichtungen vertreten. Aktuell leistet die Organisation an vier Standorten im Erdbebengebiet Nothilfe. SOS verteilt Nahrungsmittel und Zelte, leistet erste Hilfe und sucht und betreut unbegleitete Kinder, um sie mit ihren Eltern wieder zusammenzuführen.

www.sos-kinderdoerfer.de/erdbeben

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