SOS-Kinderdörfer weltweit

Ebola: SOS-Krankenschwester stirbt an Virus
SOS-Klinik in Monrovia neun Tage geschlossen

Ebola: SOS-Krankenschwester stirbt an Virus / SOS-Klinik in Monrovia neun Tage geschlossen
Die SOS-Klinik in Monvoria: Wegen des Ebola-Todes einer Krankenschwester musste die Klinik der SOS-Kinderdörfer, die größte 24-Stunden-Klinik in Monrovia, für neun Tage schließen. Die medizinische Versorgung - auch für nicht ansteckende Krankheiten oder notwendige Operationen - ist in Liberia nicht mehr gegeben. Das Foto ist im Kontext ...
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Monrovia/München (ots) - Die hohe Ansteckungsgefahr des Ebolavirus verschlechtert die medizinische Hilfe in Liberia dramatisch. Viele Kliniken in dem westafrikanischen Land haben bereits seit Wochen geschlossen, da das Personal aus Angst vor Ansteckung den Dienst quittiert hatte. Jetzt hat auch die Klinik der SOS-Kinderdörfer, die größte verbliebene 24-Stunden-Klinik in Monrovia wegen Ebola vorübergehend schließen müssen.

Grund für die Schließung war der Tod einer Krankenschwester der SOS-Klinik. Sie hatte sich bei der Behandlung ihres Schwagers außerhalb der Klinik mit dem gefährlichen Virus angesteckt und war zwei Wochen nach dem Verwandten ebenfalls gestorben.

Die SOS-Klinik wurde daraufhin für neun Tage geschlossen und gründlich desinfiziert. Fünf Mitarbeiter, die mit der infizierten Krankenschwester zusammenkamen, stehen unter Beobachtung. "Uns ist die Sicherheit unserer Mitarbeiter sehr wichtig", sagte George Kordahi, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Liberia am Freitag. "Wir versuchen alles, eine Ansteckung zu verhindern. Aber momentan gibt es leider keine Sicherheit. Dennoch sind unsere Mitarbeiter sehr motiviert."

"Wir behandeln hunderte Menschen in einer Woche. Es ist nicht auszudenken, wie vielen Menschen in dieser Zeit nicht geholfen werden konnte", sagte Quendi Appleton, Krankenschwester der Klinik. "Viele Menschen sterben zurzeit an Malaria oder Blinddarmdurchbrüchen, da so viele Krankenhäuser in Monrovia geschlossen sind. Glücklicherweise ist die SOS-Klinik nun wieder geöffnet."

Die Krankenschwester ist das zweite Opfer in den Reihen der SOS-Kinderdörfer in Liberia. Kurz zuvor war bereits eine SOS-Mutter gestorben, die sich bei einem Verwandtenbesuch angesteckt hatte. Gefahr für die Kinder im SOS-Kinderdorf Monrovia bestand allerdings nicht, da die Mutter nach der Ansteckung nicht mehr ins Kinderdorf zurückgekehrt war. Für die Kinder besteht ein Verbot, das Kinderdorf zu verlassen. Dies gilt ebenso für SOS-Mitarbeiter, die nicht zwingend das Gelände verlassen müssen. Alle Schulen in Liberia sind seit vielen Wochen geschlossen.

INTERVIEWS: Es besteht die Möglichkeit, Telefon-Interviews mit SOS-Mitarbeitern in Monrovia zu führen.

Weitere Informationen:


Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
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