SOS-Kinderdörfer weltweit

SOS-Kinderdorf in Bangui evakuiert

Bangui/München (ots) - Mit dem Putschversuch von Rebellenmilizen haben vor einer Woche in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, schwere Kämpfe begonnen. Im Zuge derer das SOS-Kinderdorf überfallen und geplündert wurde. Die Kinder und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes sind evakuiert worden. 98 Kinder und 17 Mitarbeiter wurden in einer französischen Pfarrei aufgenommen. Dort sind sie im Moment vor den Rebellen sicher, aber von Hunger bedroht, da akute Lebensmittelknappheit herrscht. Rebellentruppen des Regierungsgegners Andre Kolingba starteten in der vergangenen Woche einen Angriff auf das Präsidentengebäude in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Schwere Gefechte zwischen den Aufständischen und regulären Regierungstruppen konzentrieren sich zur Zeit auf die südlichen Bezirke von Bangui und forderten bereits zahlreiche Tote unter der Zivilbevölkerung. Auch das SOS-Kinderdorf ist von den Kampfhandlungen betroffen. Nach Mitteilung von Mitarbeitern vor Ort wurde das SOS-Kinderdorf von Rebellen geplündert und die Fahrzeuge beschlagnahmt. Die 98 Kinder und 17 Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes wurden evakuiert und in der 8 km entfernten Pfarrei Saint Bernard von einem französischen Priester aufgenommen. Alle sind soweit gesund und in Sicherheit, es herrscht aber große Lebensmittelknappheit. Die SOS-Kinderdörfer versuchen bereits, mit Vertretern des Roten Kreuzes in Bangui Kontakt aufzunehmen, um Unterstützung bei der Lebensmittelversorgung zu erhalten, allerdings sind deren Kapazitäten sehr eingeschränkt. Auch über die UN-Organisation WFP (UN-Welternährungsprogramm) soll versucht werden, die Kinder und Mitarbeiter mit Lebensmitteln zu versorgen. Der Projektleiter von SOS-Kinderdorf in der Zentralafrikanischen Republik bemüht sich derzeit, einen Lebensmitteltransport per Lastwagen von Yaoundé (Kamerun) mit einer Armeeeskorte zu organisieren. Mit der Grundsteinlegung für das SOS-Kinderdorf Bangui im Jahre 1990 beginnt die offizielle Arbeit der SOS-Kinderdörfer in der Zentralafrikanischen Republik. Der Inbetriebnahme des SOS-Kinderdorfes zwei Jahre später folgen am selben Standort die Errichtung eines Kindergartens, eines medizinischen Zentrums, eines Jugendhauses für Jungen und einer SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule. Seit Bestehen des SOS-Kinderdorfes waren seine Bewohner und Mitarbeiter wiederholt von Unruhen und bewaffneten Konflikten betroffen und mussten schwere Zeiten durchstehen. ots Originaltext: Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Bei Rückfragen: Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V., Kommunikation, Tel.: 089/179 14-261 bis -264, Fax: 089/179 14-260, E-mail: ingrid.famula@sos-kd.org, Homepage: http://www.hgfd.de Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit, übermittelt durch news aktuell

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