SOS-Kinderdörfer weltweit

Sieben neue SOS-Kinderdörfer in Südamerika

    München (ots) - In fünf lateinamerikanischen Staaten sind dieser
Tage sieben SOS-Kinderdörfer sowie einige SOS-Kinderdorf-Schulen,
Ausbildungs- und Sozialzentren offiziell eingeweiht worden. Rund 700
Kinder, die bei Naturkatastrophen oder in Bürgerkriegen ihre Eltern
verloren und als Straßenkinder gelebt haben, finden hier ein neues
Zuhause.
    
    Das kolumbianische SOS-Kinderdorf Bucamaranga im Norden des Landes
beispielsweise: Der jahrzehntelange Bürgerkrieg zwischen der
Regierung und Rebellen hat zahlreiche Familien aufgerieben. Waisen
werden dort als Kindersoldaten zwischen die Fronten geschickt. Andere
Kinder leben auf der Straße, müssen als billige Drogenkuriere ihr
Überleben sichern und werden selbst drogensüchtig. Das neue
SOS-Kinderdorf Bucamaranga hat 110 Kinder aufgenommen und gilt als
Insel der Hoffnung in einer verelendeten Region.
    
    Oder das ecuadorianische SOS-Kinderdorf Portoviejo, das aus einem
Nothilfe-Projekt nach den Überschwemmungen von "El Niño" 1998
entstanden ist. Viele Kinder haben bei der Katastrophe ihre Eltern
verloren. Noch heute leiden die Menschen der Region unter den Folgen
von "El Niño".
    
    Aus der Aktion "Ein Ziegelstein für Potosí", auch die
Einheimischen sammelten für die vom Schicksal bedrängten Kinder,
entstand in der höchstgelegenen Stadt der Welt, im bolivianischen
Potosí, auf 4090 Metern Höhe das achte SOS-Kinderdorf Boliviens.
Potosí gehört zu den ärmsten Städten des Landes.
    
    Ergänzend zu den eigentlichen SOS-Kinderdörfern sind zahlreiche
Sozialeinrichtungen in Südamerika entstanden. Bildungsprogramme der
SOS-Kinderdörfer helfen dort jungen Müttern, ihr Leben selbständig zu
meistern. In mehreren neuen Tagesstätten werden die Kinder
berufstätiger Frauen tagsüber betreut.
    
    Eröffnet worden ist auch in Costa Rica das
SOS-Hermann-Gmeiner-College für begabte Schülerinnen und Schüler aus
ganz Südamerika. 200 Jugendliche erhalten hier eine solide
Schulausbildung, die sie mit dem Internationalen Abitur abschließen.
Den Absolventen stehen die Tore fast aller Universitäten der Welt
offen.
    
    Der Präsident von SOS-Kinderdorf International, Helmut Kutin, hat
in den vergangenen Tagen sämtliche neuen SOS-Kinderdorf Einrichtungen
Südamerikas offiziell eröffnet. Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1963
in Lateinamerika aktiv. In 21 Ländern arbeiten inzwischen über 100
SOS-Kinderdörfer sowie 300 weiterführende Sozialeinrichtungen.
    
    
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