VDI Verein Deutscher Ingenieure

Ingenieurmangel gefährdet Technologiestandort Deutschland / Berufsbild Ingenieur am stärksten nachgefragt

    Düsseldorf (ots) - Einen mittelfristigen Bedarf von mehr als
20.000 Ingenieuren jährlich in den Bereichen Maschinenbau und
Elektrotechnik sieht der VDI in Zukunft zur Erhaltung der
Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland. Knapp 23 Prozent aller auf dem
Arbeitsmarkt nicht besetzbaren Stellen sind Ingenieure, mehr als jede
andere Berufsgruppe. Anläßlich der Antworten des Bundeskabinetts auf
eine große Anfrage zum Thema "Situation und Perspektiven der
Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland" am 16.1.2002 fordert
der VDI, dass wirksame Maßnahmen schnell umgesetzt werden.
    
    Demnach sollte das Erfahrungswissen älterer Ingenieure in Zukunft
deutlich besser genutzt werden. Die Arbeitslosigkeit gerade älterer
Ingenieure, ein Drittel der stellensuchenden Ingenieure sind über 55
Jahre, darf in der Debatte nicht gegen den Fachkräftemangel
ausgespielt werden. "Es muss nach Wegen gesucht werden, das
Erfahrungswissen älterer Ingenieure so weit wie möglich zu nutzen und
Beschäftigungslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Konzepte des 'lebenslangen Lernens' müssen eine berufsbegleitende
Weiterbildung hinsichtlich dieser Zielgruppe berücksichtigen", so
Prof. Klaus Henning, Präsidiumsmitglied des VDI.
    
    Das Interesse an Technik muss bereits in der Schule geweckt
werden: Der Unterricht braucht mehr Praxis, um Schüler zu begeistern.
Technik muss ein den Naturwissenschaften gleichrangigen Platz im
Fächerkanon haben. Gemeinsam mit dem Deutschen Philologenverband
fordert der VDI, dass ein Drittel der Unterrichtszeit dem
mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld zur
Verfügung stehen soll.
    
    Auf Anfrage erhalten Journalisten eine ausführliche
VDI-Stellungnahme, in der die wichtigsten Kernthesen zum Thema
dargestellt werden.
    
    
ots Originaltext: VDI
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