Wehrhafte Marktwirtschaft und autoritärer Kapitalismus: Die Verknüpfung von Wirtschaft und Sicherheit im globalen Wettbewerb

Hamburg (ots) - Der Westen steht gegenüber dem autoritären Kapitalismus Chinas und Russlands vor einer politischen Grundsatzfrage: Wie gehen wir mit Staaten um, die sich aller Vorteile einer liberalen Weltwirtschaft bedienen, sich aber selbst nur selektiv an ihre Regeln halten? Für Dr. Eckard Bolsinger, Wissenschaftlicher Leiter des HAUS RISSEN HAMBURG, erweist sich der wirtschaftsliberale Glaube an das freie Spiel der Marktkräfte sowie an die Trennung von Politik und Wirtschaft als realitätsfern. Der Hamburger Politikwissenschaftler plädiert in seiner Studie daher für die Idee einer wehrhaften Marktwirtschaft, in deren Zentrum eine aktive Industrie- und Handelspolitik stehen sollte. Eine wehrhafte Marktwirtschaft muss strategische und wirtschaftliche Interessen enger verknüpfen als dies in den Konzeptionen einer liberalen und sozialen Marktwirtschaft bislang der Fall war.

Bolsinger unterstreicht, dass Industriepolitik die beste Wirtschafts- und Sicherheitspolitik für ein Zeitalter ist, in dem militärische Eroberung durch den Kampf um Märkte, Standorte und Arbeitsplätze ersetzt worden ist.

Die vollständige Studie finden Sie unter:

http://www.presseportal.de/go2/aktuellestudieapril2008

   Dr. Eckard Bolsinger
   Wissenschaftlicher Leiter HAUS RISSEN HAMBURG 
   Internationales Institut für Politik und Wirtschaft 
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