Industrieverband Agrar e.V.

Sauberes Wasser trotz Pestiziden
Woche der Umwelt präsentiert Problemlösungen

    Frankfurt (ots) - "Sauberes Wasser trotz Pestiziden" verspricht
ein Diskussionsforum am 03. Juni 2002 in Berlin, das von der
Universität Gießen gemeinsam mit dem Industrieverband Agrar im Rahmen
der "Woche der Umwelt" durchgeführt wird. Die Veranstaltung beginnt
um 11 Uhr im Park von Schloss Bellevue.
    
    Die "Woche der Umwelt" geht auf die Initiative von Bundespräsident
Johannes Rau zurück und findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt statt. Eine Ausstellung und zahlreiche
Fachforen präsentieren am 03. und 04. Juni 2002 am Amtssitz des
Bundespräsidenten Spitzenleistungen der deutschen Umweltforschung und
Umwelttechnik. Das Thema Gewässerschutz spielt dabei eine
herausragende Rolle.
    
    Wissenschaftler des Gießener Instituts für Landeskultur unter
Leitung von Prof. Hans-Georg Frede hatten herausgefunden, dass
Belastungen durch Pflanzenschutzmittel in Flüssen und Seen in der
Regel nicht auf die normale Anwendung der Produkte im Feld
zurückgehen. "In vielen Fällen stammen sie aus Abschwemmungen von
Hofflächen, wenn beim Reinigen von Spritzen das Waschwasser in die
Kanalisation läuft oder wenn beim Befüllen der Tanks Mittel
verschüttet wird," hat Frede festgestellt. Daher zeigt er sich
optimistisch: "Das lässt sich leicht vermeiden!"
    
    In verschiedenen Pilotprojekten konnten die Wissenschaftler durch
intensive Beratung der Landwirte Gewässerbelastungen aus solchen
"Punktquellen" um bis zu 90 Prozent vermindern. Diese Erfahrungen
haben die im Industrieverband Agrar zusammengeschlossenen Hersteller
von Pflanzenschutzmitteln veranlasst, bundesweit die Landwirte mit
einer breit angelegten Informationskampagne zu motivieren, beim
Befüllen und Reinigen der Feldspritzen die nötige Sorgfalt an den Tag
zu legen.
    
    Der Verband hat technische Empfehlungen erarbeitet, wie Einträge
vermieden werden können, und Beratungsmaterial entwickelt. "Wenn wir
das Problem den Landwirten bewusst machen, haben wir den Schlüssel zu
seiner Lösung", sagt Friedrich Dechet vom Industrieverband. Die
Kampagne wird in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband
durchgeführt.
    
    Der Industrieverband Agrar mit Sitz in Frankfurt am Main ist der
Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und
agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern
der 52 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz,
Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.
    
    
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