Industrieverband Agrar e.V.

Pflanzenschutzindustrie unterstützt Entwicklungsländer bei der Beseitigung von Altbeständen ihrer Produkte

    Frankfurt am Main (ots) - Bei der Beseitigung überlagerter
Pflanzenschutzmittel können Entwicklungsländer mit der Unterstützung
der Hersteller rechnen. Das hat der Internationale
Pflanzenschutzverband GCPF für die ihm angeschlossenen Unternehmen
erneut bestätigt, wie der Industrieverband Agrar e.V. als deutsche
Organisation der Pflanzenschutzindustrie mitteilt. Anlässlich einer
von der FAO für den 10./11. Mai einberufenen Geberkonferenz zur
Entsorgung überlagerter Bestände erklärte GCPF-Sprecher Chris Waller
in Rom: "Unsere Mitgliedsfirmen beteiligen sich an den Kosten, wenn
eindeutig feststeht, dass die Produkte von ihnen geliefert wurden und
nicht mehr verwendbar sind."
    
    Der Herkunftsnachweis ist für GCPF wichtig, da die Entsorgung sehr
teuer ist und ein erheblicher Teil der Lagerbestände von Herstellern
stammt, die nicht Mitglied des Verbandes sind. Unabhängig davon sind
die GCPF-Mitglieder jedoch jederzeit bereit, bei notwendigen
Entsorgungsaktionen technische Unterstützung zu leisten und
Sicherheitsdaten sowie Laborkapazitäten für die Analyse der Produkte
bereitzustellen.
    
    Überlagerte Bestände von Pflanzenschutzmitteln in
Entwicklungsländern gehen häufig auf Schenkungen von
Hilfsorganisationen zurück; auch im Rahmen von FAO-Programmen wurden
gelegentlich Pflanzenschutzmittel geliefert, die nie verbraucht
wurden.
    
    Im speziellen Fall Äthiopien, wo gegenwärtig ein großes
Entsorgungsprojekt ansteht, wartet GCPF auf Vorschläge der FAO dazu,
wie Produkte aus Lieferungen von GCPF-Mitgliedern identifiziert
werden sollen. Je nach Alter und Zustand der Pflanzenschutzmittel
soll dann entschieden werden, ob sie noch entsprechend ihrem
Bestimmungszweck angewandt werden können oder vernichtet werden
müssen. Chris Waller: "In Hungerländern wie Äthiopien kann es
sinnvoller sein, noch brauchbare Mittel zum Schutz der Ernten
einzusetzen, anstatt sie für viel Geld zur Hochtemperaturverbrennung
nach Europa zu schicken."
    
    Der Industrieverband Agrar e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist
der Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und
agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern
der 55 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz,
Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.
    
ots Originaltext: Industrieverband Agrar e.V.,
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Weitere Informationen durch:
Industrieverband Agrar e.V., Pressestelle,
Hannelore Schmid, Tel. 0 69 - 25 56 12 49
oder
Annik Dollacker, Tel. 0 21 73 - 38 37 19

Pressekontakt:
Hannelore Schmid, IVA-Pressestelle
Tel. 069 / 25 56 - 12 49 oder 0177 / 8 77 22 22
Fax 069 / 23 67 02
E-Mail: schmid.iva@vci.de

Original-Content von: Industrieverband Agrar e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Industrieverband Agrar e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: