Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.

HELP fordert größere Anstrengungen bei Minenräumung in Bosnien-Herzegowina
Schwerer Minenunfall in Sarajevo - Drei Kinder getötet

    Bonn (ots) - Bei einem der schwersten Minenunfälle in den letzten
Jahren sind am Dienstag Abend 3 Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren
getötet worden. Die Kinder waren beim Spielen am Stadtrand von
Sarajevo in ein bisher unbekanntes Minenfeld geraten. Bei der
Explosion einer Anti-Personen-Mine wurden alle drei sofort getötet.
HELP-Minenräumer sicherten anschließend das Gelände und begannen
sofort mit der Räumung des Geländes.
    
    Der Minenunfall zeigt, dass das Minenproblem in
Bosnien-Herzegowina auch vier Jahre nach der Beendigung des Krieges
noch immer nicht gelöst ist. Noch immer verseuchen ca. 700.000 Minen
das Land, unbekannt ist die Menge der Blindgänger, die zum Teil noch
gefährlicher sind als die Minen. Wie der Unfall zeigt, liegen Minen
und Blindgänger nicht nur in schwer zugänglichen Gebieten.
Minenfelder finden sich auch an den Stadträndern der Großstädte und
auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.
    
    Die deutsche Hilfsorganisation HELP - Hilfe zur Selbsthilfe
fordert daher die internationale Gemeinschaft auf, mehr Geld für die
Minenräumung in Bosnien-Herzegowina bereit zu stellen. HELP
beobachtet schon seit längere Zeit einen erheblichen Rückgang der
finanziellen Mittel für humanitäre Hilfsprojekte in Bosnien.
"Seit dem Ende des Kosovo-Krieges fließen Milliarden in den
Kosovo, die schwierige Situation in der sich Bosnien-Herzegowina noch
immer befindet, ist dabei leider völlig in Vergessenheit
geraten", sagte HELP Geschäftsführer Wolfgang Nierwetberg in
Bonn.
    
    HELP baut zur Zeit mit Hilfe der Europäischen Union eine lokale
Entminungsstruktur für Bosnien-Herzegowina auf. Einige
Entminungsteams in diesem Projekt mussten jedoch aus Geldmangel
bereits entlassen werden.
    
    Spendenkonto: 4 4 4 4, Sparkasse Bonn, BLZ 380 500 00
    
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