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A.T. Kearney: Goldgräberstimmung bei Wearables - Nur wenige werden vom Boom profitieren

Bis 2020 wird der Umsatz mit tragbaren Geräten und elektronisch aufgerüsteter Kleidung weltweit ein Volumen von 18 Mrd. US-Dollar haben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/15196 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/A.T. Kearney"

Düsseldorf (ots) - Studie untersucht Digitalisierungsstrategien von Sportbekleidungsherstellern, Geräteanbietern und Online-Marken

"Die Zeiten, in denen ein neuer Fitness-Tracker kommerziellen Erfolg garantierte, sind vorbei", so Dr. Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika bei A.T. Kearney. "Trotzdem gehen wir davon aus, dass sich der Umsatz mit Wearables bis 2020 verdoppelt. Vom Trend profitieren werden allerdings nur Unternehmen mit einer klaren Digitalstrategie und starken Partnern."

In einer aktuellen Studie mit dem Titel "Coach. Physician. Friend. Three roles of modern wearables" hat A.T. Kearney die wichtigsten Trends rund um Fitness-Armbänder, Smartwatches, Brillen, vernetzte Sportbekleidung und Bewegungs-Apps untersucht. Auf der Basis von 2015 - dem Verkaufsstart der Apple Watch in Deutschland - werden die Umsätze mit tragbaren Geräten und elektronisch aufgerüsteter Kleidung in Europa demnach bis 2020 ein Volumen von 4 Mrd. US-Dollar erreicht haben. Weltweit prognostizieren die Berater ein Volumen von 18 Mrd. US-Dollar. Angetrieben wird der Höhenflug vom ungebrochenen Trend zur Selbstoptimierung. So stellt die Erfassung von Trainingseinheiten nach wie vor das wichtigste Anwendungsgebiet für Wearables dar. Zunehmend rückt daneben die Erhebung gesundheitsbezogener Daten wie Ernährung oder Schlaf in den Fokus.

Wie die Untersuchung zeigt, sind neben bekannten Sportmarken (z. B. Adidas, Nike, Under Armour) und Geräteherstellern (Garmin, Fitbit, Polar) auch Anbieter wie Apple, Google und LG im Bereich Wearables aktiv. Mit ihren hochpreisigen "Smart Watches" erlauben sie ihren Nutzern nicht nur die Erfassung von Trainings- und Körperwerten, sondern über das Wearable eine umfassende Vernetzung - und damit echten Mehrwert. So kann der Freizeit-Läufer auch unterwegs Anrufe annehmen oder E-Mails checken, außerdem hat er Zugriff auf sog. Location Based Services wie Landkarten oder Informationen zu Einkaufsmöglichkeiten. Für großes Aufsehen sorgte in den vergangenen Monaten auch die Allianz von Google und Nintendo, aus der mit Pokémon Go ein Blockbuster im Bereich soziale Interaktion und Bewegungsspiele entstanden ist.

Vor allem traditionelle Sportmarken wie Adidas müssen sich der Untersuchung zufolge neu ausrichten, um vom Boom zu profitieren. Zwar hat das Unternehmen mit der Übernahme der Lauf-App Runtastic für 220 Mio. Euro im vergangenen Jahr einen ersten Schritt gemacht, doch das ist nach Ansicht der A.T. Kearney-Berater nicht genug: "Die große Herausforderung besteht jetzt darin, eine schlüssige Digitalstrategie zu entwickeln", so Warschun. Statt ständig neue Produkte in den verschiedensten Bereichen zu entwickeln, müssten sich die Unternehmen auf etablierte Märkte - im Fall Adidas Laufen und Fußball - fokussieren und die erfassten Kundendaten als Wertschöpfungsquelle kapitalisieren. Gemeinsam mit Health-Analytics-Experten können außerdem neue Angebote entwickelt werden, die die besondere Expertise in ausgewählten Sportarten unterstreichen und den Nutzern in Form von maßgeschneiderten Trainings- oder Ernährungsplänen neue Anwendungsmöglichkeiten erschließen.

Ein weiterer wichtiger Handlungsbereich liegt der Studie zufolge im Bereich strategische Allianzen - etwa mit Anbietern aus dem Bereich Virtual Reality. "Wie wir am Erfolg von Pokémon Go sehen, haben immer mehr Menschen Spaß an immersiven Spielen", so Studien-Co-Autor Imran Dassu. "Mit seiner unangefochtenen Marktposition im Profi- Fußball könnte Adidas zusammen mit Marken-starken Partnern wie Bayern München oder Manchester United in neue Dimensionen vordringen."

"Im Wearables-Markt herrscht Goldgräber-Stimmung", resümiert A.T. Kearney-Experte Warschun. "Wer sich als klassischer Sportausrüster Marktanteile sichern will, muss jetzt drei Dinge beachten: Fokussierung, Digitalisierung und strategische Allianzen."

Weitere Informationen finden Sie über diesen Link: http://www.atkearney.de/documents/856314/9174219/Studie+Global+Wearables+Market/

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.500 Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen Klienten klimaneutral.

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