A.T. Kearney

Fünfter FDI Confidence Index (tm)
Deutsche Manager bleiben optimistisch

Düsseldorf (ots) - Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind trüb - die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind es nicht. So zumindest lassen sich die regionalen Unterschiede in den Ergebnissen der Befragung des fünften FDI Confidence Index zusammenfassen. Im Rahmen des Index befragt die Unternehmensberatung A.T. Kearney regelmäßig die Top-Entscheider der weltweit 1.000 größten Unternehmen über ihre Pläne zu Direktinvestitionen im Ausland. Der Index verfolgt den möglichen Einfluss politischer, wirtschaftlicher und juristischer Veränderungen auf ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments, kurz "FDI"). Die wichtigsten Ergebnisse: - Die Aussichten für die Weltwirtschaften trüben sich ein. Hintergrund ist die Abkühlung der US-Wirtschaft. - Das Interesse der Investoren an Fusionen und Firmenübernahmen im Ausland lässt nach. - Das Interesse an den Emerging Markets steigt zum ersten Mal seit der asiatischen Finanzkrise: China und Brasilien überholen Großbritannien in puncto Direktinvestitionen. - Der Gesamtausblick für Asien bleibt sehr positiv. In den vergangenen drei Jahren lag der Anteil des Wachstums der amerikanischen Wirtschaft in absoluten Zahlen gemessen bei einem Drittel des Gesamtwachstums der Bruttosozialprodukte aller Länder. Rechnet man zu dieser Summe noch indirekte positive Effekte wie beispielsweise die Exporte anderer Länder in die USA mit ein, klettert der Anteil auf rund 50 Prozent. Führungskräfte sorgen sich ob des Anteils über die möglichen negativen Auswirkungen einer Rezession in den USA. Die Abkühlung des Wachstums in den USA hätte global gesehen drei Auswirkungen: Verlangsamung des globalen Wachstums, ein Sinken des Dollarkurses gekoppelt mit zunehmender Konkurrenzfähigkeit US-amerikanischer Produkte und verbunden damit negative Einflüsse auf die Börse. Deutschland und Europa Für Europa ergab sich aus der Umfrage ein differenziertes Bild. Während sich englische und französische Investoren beunruhigt über die wirtschaftliche Entwicklung im eigenen Land zeigten, sind deutsche Investoren nach wie vor positiv gestimmt. Besonders pessimistisch sind britische Investoren. Glaubten im vergangenen Jahr noch rund 50 Prozent an globales Wachstum, so sind es in diesem Jahr lediglich neun Prozent. In Deutschland ist die Stimmung positiver. So wollen 41 Prozent der deutschen CEOs verstärkt international investieren. Immerhin 44 Prozent rechnen für das laufende Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaft - dies allerdings liegt deutlich unter den 66 Prozent des vergangenen Jahres. Deutschland bleibt - nach Großbritannien - der zweitattraktivste Markt für Direktinvestitionen. Auch für ausländische Produzenten ist Deutschland ein attraktiver Standort. Nach den schlappen Jahren zeigen nun auch ausländische Einzelhandelsketten verstärktes Interesse am erwachenden deutschen Markt. Außerdem werden die Gesetzesänderungen, die im laufenden Jahr in Kraft treten, den Steuersatz für Unternehmen senken und dadurch die Steuerlast mindern. Die Stimmung bei Investoren Von dieser Gesamtstimmung bleibt auch die Stimmung bei Investoren nicht unberührt. Zwar zählen Firmenübernahmen nach wie vor zu den beliebtesten Methoden, in fremde Märkte einzusteigen, doch das Interesse lässt nach. Hatten sich in 2000 noch 71 Prozent der Befragten für Firmenübernahmen als beste Form des Direkteinstiegs ausgesprochen, liegt dieser Wert nun bei lediglich 66 Prozent. Auch innerhalb der Märkte für Direktinvestitionen ergaben sich Veränderungen. Der nach wie vor beliebteste Markt sind die USA, gefolgt von China und Brasilien, die damit Großbritannien auf Platz vier verweisen, gefolgt von Mexiko, Polen und Deutschland (Platz 6). Das Interesse der Investoren an den Emerging Markets nimmt zum ersten Mal seit der asiatischen Finanzkrise wieder zu: Drei Viertel aller erstmaligen Direktinvestitionen im Ausland fließen in Länder der Emerging Markets. Asien und die Emerging Markets wieder im kommen Das Interesse der Investoren am chinesischen Markt nimmt wieder zu. Singapur beispielsweise sprang von Platz 21 auf Platz 13, auch Taiwan konnte sich um vier Plätze nach vorne auf Platz 19 bewegen. Asiatische Investoren zeigen sich derzeit ähnlich optimistisch wie ihre deutschen Kollegen. Dies ist nicht verwunderlich, steht Asien doch neuerdings wieder oben auf der Liste für Direktinvestitionen. Auch die Zahl der Erstinvestitionen in die Länder der Emering Markets steigt wieder. Brasilien, China Mexiko und Indien stehen bei Investoren ganz oben auf der Liste als Ziele möglicher Erstinvestitionen. Der FDI Confidence Index Seit vier Jahren befragt A.T. Kearney CEOs, CFOs und andere Top-Entscheider der weltweit 1.000 größten Unternehmen zu ihrer Meinung über die Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen. Die Antworten der Teilnehmer aus den 60 Ländern, in die 90 Prozent aller Direktinvestitionen fließen, zeigt Jahr für Jahr, wo investiert wird. Die befragten Unternehmen tätigen insgesamt 70 Prozent der globalen Direktinvestitionen und kommen aus allen Regionen und Branchen. Durchgeführt wird der FDI Confidence Index jährlich durch A.T. Kearneys Global Business Policy Council. Die im Rahmen der Befragung untersuchten ausländischen Direktinvestitionen beinhalten Investments in physische Güter wie beispielsweise Fabrikgebäude in einem fremden Land. Als Schwelle zwischen Direktinvestitionen und Portfolioinvestitionen gilt ein mindestens zehnprozentiger Anteil an einem ausländischen Unternehmen. Die wesentlichen Typen ausländischer Direktinvestitionen sind: Übernahme einer Filiale oder Produktionsstätte, Teilnahme an einem Jointventure sowie der Aufbau einer Produktionsstätte. Ein vollständiges White Paper zum diesjährigen FDI Confidence Index kann Mitte März unter (www.atkearney.com) abgerufen werden. Der Global Business Policy Council ist ein Service von A.T. Kearney, der Manager dabei unterstützt, geopolitische, wirtschaftliche, regulative, technologische und soziale Veränderungen weltweit zu beobachten und sich zunutze zu machen. Die Mitgliedschaft im Council ist auf eine ausgewählte Gruppe von Unternehmen und deren Führungskräften begrenzt. A.T.Kearney A.T. Kearney (www.atkearney.com) ist eines der weltweit führenden und am schnellsten wachsenden Managementberatungsunternehmen. Mit einem weltweiten Büronetzwerk an fast 60 Standorten in bedeutenden Industrie- und Schwellenländern ist A.T. Kearney global präsent und unterstützt weltweit führende Unternehmen bei strategischen, operativen, organisatorischen und informations-technologischen Fragestellungen sowie bei der Personalberatung. A.T. Kearney ist die Managementberatungs-Tochter von EDS, dem weltweit führenden Informationstechnologie-Dienstleister (NYSE: EDS). ots Originaltext: A.T.Kearney Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Marion M. Sommerwerck, A.T.Kearney Tel.: 0211/1377 679 marion.sommerwerck@atkearney.com Original-Content von: A.T. Kearney, übermittelt durch news aktuell

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