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Initiative Pro Wettbewerb: Netzbetreiber wollen Monopolpreise für Stromdurchleitungen zementieren.

    Berlin, Hamburg, Köln (ots) - Die drei in der Initiative Pro
Wettbewerb zusammengeschlossenen Unternehmen Best Energy, LichtBlick
und Yello Strom kritisieren die heutige Ankündigung des Verbandes der
Netzbetreiber, 18 Tarifsysteme für die Stromdurchleitung zu schaffen,
scharf. Gemeinsam erklären sie: "Seit Beginn der Liberalisierung
behindert die überwiegende Mehrheit der Netzbetreiber durch viel zu
hohe Entgelte für die Nutzung der Stromnetze systematisch den
Wettbewerb. Diese Manipulation des Marktes manifestiert sich in den
Kriterien zur Entgeltberechnung nach der sogenannten
Verbändevereinbarung zur Strommarktliberalisierung. Gerade durch
Anwendung dieser Kriterien ergeben sich systematische und
ungerechtfertigte Überteuerungen. Das heute vom Verband der
Netzbetreiber (VDN) angekündigte, neue Preissystem sagt nichts zum
Niveau der Entgelte. Der VDN wird seiner Rolle nicht gerecht, wenn er
zu diesem entscheidenden Punkt schweigt. Ohnehin ist der VDN in
keiner Weise legitimiert, einseitig ein neues Preissystem
festzusetzen."
    
    Die Kartellbehörden ermitteln inzwischen gegen jeden fünften
Netzbetreiber in Deutschland wegen des Verdachts auf zu hohe Entgelte
und Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Stellung. "Unsere
Erfahrungen im Markt zeigen, dass die Netzbetreiber machen was sie
wollen. Es wäre völlig praxisfern zu glauben, ein neues Preissystem
ließe sich durch den VDN verbindlich einführen", so Dr. Henning
Borchers, Geschäftsführer von Best Energy in Berlin.
    
    "Einziges Kriterium der Entgelte für die Nutzung der Stromnetze
muss die Angemessenheit der Entgelte sein. Dazu hat u.a. das
Bundeskartellamt klare Kriterien erarbeitet, doch die Branche hält
sich nicht daran. Derzeit ist die Liste der Verstöße unendlich lang.
Sie auf 18 zu begrenzen, bringt den Markt nicht nach vorne", so Heiko
von Tschischwitz, Geschäftsführer von LichtBlick.
    
    Andreas Müller von Yello Strom fordert die Beweislastumkehr: "Mit
der angedachten Einteilung von Netznutzungsentgelten in 18
Tarifklassen soll das alte System mit extrem überzogenen Entgelten
und exorbitanter Spreizung nur zementiert werden. Es dient der
Quersubventionierung und verhindert den Wettbewerb. Stattdessen
sollen Netzbetreiber endlich nachweisen, ob ihre Entgelte überhaupt
angemessene Kosten widerspiegeln. SIE sollen den Beweis führen, ob
ihre Entgelte angemessen sind. Wir fordern die Beweislastumkehr."
    
    
ots Originaltext: Yello Strom GmbH
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Für weitere Nachfragen erreichbar:
Best Energy GmbH:
Dr. Henning Borchers
030 - 22.16.12.01

LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH:
Gero Lücking
040 - 32.55.02.77

Yello Strom GmbH:
Andreas Müller
0221 - 26.12.410

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