McKinsey & Company

Deutsche Konzerne bereiten verstärkt Übernahmen vor - Mergers & Acquisitions als Wachstumstreiber - Zehn Prüfpunkte zur Vermeidung von Fehlern

Frankfurt (ots) -

   Ergebnisse einer McKinsey-Befragung unter M&A-Verantwortlichen 
deutscher Unternehmen 

Die deutschen Konzerne bereiten sich auf verstärkte Aktivitäten bei Fusionen und Übernahmen in den kommenden 24 Monaten vor. Das geht aus einer Befragung der Unternehmensberatung McKinsey & Company unter M&A-Verantwortlichen deutscher Unternehmen aus dem DAX und MDAX hervor. 70 Prozent der Unternehmen planen, ihre Aktivitäten im Bereich Mergers & Acquisitions "zu steigern" oder "stark zu steigern". Jedes dritte Unternehmen hat vor, in den nächsten beiden Jahren mehr als zehn Transaktionen abzuwickeln. 59 Prozent der Unternehmen wollen mit Fusionen und Übernahmen Wachstumschancen ergreifen, bei 32 Prozent gilt eine Branchenkonsolidierung als Haupttreiber. An der McKinsey-Befragung hatten sich Unternehmen aus dem DAX und MDAX mit einer Gesamtmarktkapitalisierung (Börsenwert) von mehr als 265 Milliarden Euro beteiligt, dazu zehn nicht börsennotierte Konzerne.

"Nach der Abkühlung des Übernahmebooms der vergangenen Jahre stehen die Zeichen jetzt auf besonnene und strategische M&A-Aktivitäten der Unternehmen", sagt Markus Habbel, bei McKinsey Deutschland verantwortlicher Partner für Corporate Finance. "Auf Grund der Finanzkrise liegen die Börsenbewertungen in vielen Sektoren auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren." Einzelne Beispiele misslungener Fusionen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, so Habbel, dass "richtig vorbereitete und durchgeführte Übernahmen mit einer anschließenden gelungenen Integration ein wesentlicher Faktor für nachhaltigen Unternehmenserfolg sind." Nach McKinsey-Analysen stammt rund ein Drittel des Wachstums langfristig erfolgreicher Unternehmen aus M&A. Habbel: "Unternehmen brauchen Wachstum, Wachstum braucht M&A."

Fast 40 Prozent der Unternehmen weltweit, so eine weitere McKinsey-Analyse, sind allerdings mit der Leistungsfähigkeit ihrer eigenen M&A-Aktivitäten nicht zufrieden. Patrick Beitel, verantwortlicher Partner der globalen McKinsey-Initiative "Excellence in M&A": "Die häufigsten Schwächen betreffen sowohl eine unzureichend formulierte Strategie als auch Mängel in der Entscheidungsfindung, in der Organisation, in der Handhabung der Prozesse von der Zielsuche bis zur Integration und der Analyse abgeschlossener Transaktionen."

Zur Vermeidung der häufigsten Probleme benennt Beitel zehn Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen sollte:

   1. Klare Verknüpfung von M&A-Strategie und Unternehmensstrategie 
   2. Genaue Kenntnis der Werttreiber je nach Transaktionstyp
   3. Direkter und schneller Zugang der Beteiligten zum Vorstand 
      und CEO 
   4. Umfassende Nutzung aller relevanten Geschäftsbereiche und 
      internen Kapazitäten 
   5. Enge Zusammenarbeit von M&A-Funktion und Strategieabteilung 
   6. Ein erfahrenes M&A-Team 
   7. Transparente und  effiziente Entscheidungsabläufe 
   8. Detaillierte Leistungsbeurteilung der M&A-Funktion 
   9. Standardisierte Werkzeuge und Mechanismen
   10. Ein früh erstellter, detaillierter Integrationsplan mit
       eigenem Integrationsteam und -verantwortlichen. 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


Kai Peter Rath, Telefon: 0211 136-4204,
E-Mail: Kai_Peter_Rath@mckinsey.com

www.mckinsey.de

Original-Content von: McKinsey & Company, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: McKinsey & Company

Das könnte Sie auch interessieren: