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Diabetes: Bessere Aufklärung von Patienten und Hausärzten erforderlich
Internet - ein wichtiger Baustein im Gesundheitssystem?

    München (ots) - Diabetes ist zur Volkskrankheit geworden, Statistiken zufolge sind bereits vier Millionen Deutsche in Behandlung, Tendenz steigend.

    Und es kommt noch schlimmer: In Deutschland sind pro Jahr
schätzungsweise 28.000 Amputationen 6.000 neu auftretende
Erblindungen, 8.300 Dialysebehandlungen, 27.000 Herzinfarkte sowie
44.000 Schlaganfälle auf eine Diabeteserkrankung zurückzuführen.
    
    Das bedeutet:
    
    * etwa alle 90 Minuten erblindet ein Diabetiker
    * etwa alle 60 Minuten wird ein Diabetiker neu dialysepflichtig
    * etwa alle 19 Minuten erleidet ein Diabetiker einen Herzinfarkt
    * etwa alle 19 Minuten wird eine Amputation aufgrund von Diabetes
durchgeführt
    * etwa alle 12 Minuten erleidet ein Diabetiker einen Schlaganfall
    
    Dabei ließen sich diese Folgeerkrankungen vermeiden oder zumindest
hinauszögern, sofern sie frühzeitig erkannt und der Patient richtig
therapiert wird. "Etwa 80-90 Prozent der Amputationen, die aufgrund
des diabetischen Fußsyndroms durchgeführt werden müssen, könnten
verhindert werden, erklärt Ingo Röhrig, Leitender Oberarzt des
Diabeteszentrum Rheinland und Experte der Netdoktor Community.
    
    Langfristig schlecht eingestellter Blutzucker, mangelnde
Informationen auf Seiten der Patienten und unregelmäßige Arztbesuche
stehen dem aber entgegen.
    
    "Zum Thema richtig oder falsch eingestellter Blutzucker gibt es
offensichtliche Informationsdefizite. Das zeigen die Beiträge in den
Diskussionsforen", weiß Dagmar Stefanek-Brandl, Community - Managerin
bei NetDoktor.
    
    Aber nicht nur bei den Patienten gibt es Wissenslücken, auch
Hausärzte sind nicht immer auf dem Laufenden.
    
    "Nur ein Fünftel der Diabetiker, die zum Augenarzt gehen, sind zur
Kontrolle der Diabetischen Retinopathie vom Hausarzt überwiesen
worden", erläutert Prof. Dr. Dr. Wolf, stellvertretender Direktor der
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Uni Leipzig. Insgesamt
gehen überhaupt nur ein Drittel der Diabetiker regelmäßig zum
Augenarzt, obwohl die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie)
die häufigste Ursache für Erblindungen im Erwachsenenalter ist. Sie
kann sowohl bei Typ-1- als auch Typ-2-Diabetikern auftreten.
    
    Die konsequente Forderung: Patienten und Hausärzte müssen besser
informiert sein. Diese Auffassung vertritt auch Ingo Röhrig.
"Diabetes mellitus ist ein gutes Beispiel für bisher ungenutzte
medizinisch vorbeugende Arbeit".
    
    Mit der Diabetes Community (http://diabetes.netdoktor.de) verfolgt
NetDoktor die Strategie, das Wissen über Folgeerkrankungen,
Entstehung, Hintergründe sowie Therapiemöglichkeiten zu erhöhen und
für die notwendigen, regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen zu
sensibilisieren. Idealziel: während der Laufzeit der Community
verändern bisherige Arztmuffel ihr Verhalten und unterziehen sich den
notwendigen ärztlichen Untersuchungen, und das in einem signifikanten
Maß. Ob das gelingt, wird eine begleitende Marktforschung zeigen.
    
    
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