Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Neuregelung zur privaten Arbeitsvermittlung greift zu kurz - konkrete Anreize für Unternehmen zur Mehreinstellung von Beschäftigten fehlen

Köln (ots) - Nach Einschätzung von Deutschlands größtem Personaldienstleistungsunternehmen Randstad greifen die neuen gesetzliche Regelungen zur privaten Arbeitsvermittlung zu kurz. "Es fehlen konkrete Anreize für Unternehmen, auch tatsächlich mehr Beschäftige einzustellen. Darüber hat bisher kaum jemand gesprochen," so Randstad Geschäftsführerin Heide Franken. "Die Regelungen zur Personalvermittlung gehen zu wenig auf die von den Unternehmen am meisten geforderte Flexibilität ein. Zur Erhöhung der unternehmerischen Flexibilität ist Zeitarbeit in der Regel eine bessere Alternative als die reine Vermittlung. Zeitarbeit bietet im Gegensatz zur Vermittlung auch vielfältige Steuerungsmöglichkeiten für die optimale Übereinstimmung von Bewerberprofilen und Arbeitsplatzanforderungen. So wird eine für alle Beteiligte risikolose Flexibilität erreicht. Trotz der im Prinzip begrüßten Lockerung der Arbeitsvermittlung und der Forcierung privater Vermittlung, birgt laut Frau Franken die nun vorgelegte Regelung Probleme: * Dass die Vermittlungsgebühr erst nach Ablauf einer dreimonatige Frist gewährt wird, wird wohl zu einer künstlichen Verlängerung von Arbeitslosigkeit führen. Zum Beispiel, wenn ein gut vermittelbarer Arbeitsuchender bereits nach zwei Monaten einen neuen Arbeitsplatz finden könnte, dies aber durch unlautere Absprachen zwischen Arbeitsuchendem und privatem Vermittler vereitelt würde. * Die Akquisition von Arbeitsplätzen in der professionellen Personalvermittlung ist aufwendig und kostenintensiv. Der von der Regierung vorgegebene Honorarrahmen deckt diese Kosten nicht ab. * Dass die Mindestzugangsschwelle einer Lizenz für die private Arbeitsvermittlung entfallen soll, ist unverständlich. Diese Regelung verkennt, dass das tragfähige Zusammenbringen von Arbeitsplatzanforderungen und Mitarbeiterprofil eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Mit den neuen Regelungen kann unter Umständen das Image der privaten Arbeitsvermittlung Schaden nehmen, wenn Scheinvermittlungen oder Selbstvermittlungen stattfinden oder die Einstellung an die Bedingung eines Vermittlungshonorars gekoppelt wird. Die Qualitätssicherung der Privaten Arbeitsvermittlung könnten etwa gemäß der Berufsgrundsätze des Bundesverbandes Personalvermittlung sichergestellt werden. Zur zukünftigen Praxis von Randstad Deutschland sagt Heide Franken: "Randstad bietet Kunden und Mitarbeitern sowohl Personalvermittlung als Folge der Überlassung von Mitarbeitern als auch die direkte Personalvermittlung an, wenn diese von Unternehmen oder Bewerbern gewünscht ist." Die Zufriedenstellung der Flexibilisierungswünsche der Kunden sei die alleinige Maßgabe für die Vermittlungsaktivitäten und Arbeitnehmerüberlassung. * Circa ein Drittel der Beschäftigten in der Zeitarbeit werden heute schon von Kundenunternehmen übernommen. Das heißt, über Zeitarbeit findet auch Personalvermittlung statt. * Personalvermittlung über Zeitarbeit ist attraktiv, weil sie für Arbeitnehmer und Unternehmen das Einstellungsrisiko reduziert. Dabei sind die Beschäftigten finanziell und sozial voll abgesichert. Außerdem kostet eine entsprechende Vermittlung die Arbeitsverwaltung keine Vermittlungsgebühr. * Zeitarbeit bietet im Gegensatz zur direkten Vermittlung vielfältige Steuerungsmöglichkeiten für die optimale Übereinstimmung von Bewerberprofilen und Arbeitsplatzanforderungen. So wird eine für alle Beteiligte risikolose Flexibilität erreicht. * Ein Vermittlungshonorar werde ausschließlich den Kunden und nicht den Arbeitsuchenden berechnet. Die Vorlage eines Vermittlungsgutscheins ist also keine Voraussetzung für Bewerber, von Randstad kostenfrei vermittelt zu werden. Nach wie vor fehlen die am dringendsten benötigten qualifizierten Mitarbeiter. Hier könne die Zeitarbeit im Rahmen der effizienten Personalvermittlung einen wesentlichen Beitrag leisten, so Frankens Begründung. Zeitarbeitsfirmen qualifizierten Mitarbeiter durch "Training on the job" sowie anforderungsspezifische Lehrgänge. Zeitarbeit sei eine Form der Qualifizierung, die die Einsetzbarkeit der Arbeitnehmer und deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt fördere. Um die beschäftigungspolitischen Effekte der Zeitarbeit voll zu nutzen, bedürfe es laut Franken allerdings eine Lockerung der restriktiven Gesetzgebung zur Zeitarbeit. Nach Schätzung des Bundesverbandes Zeitarbeit könnten durch eine entsprechende Deregulierung binnen Jahresfrist mindestens 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. ots Originaltext: Randstad Deutschland Pressestelle Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Verantwortlich Randstad Deutschland Pressestelle Sylvia Knecht Gustav-Heinemann-Ufer 68 50968 Köln Tel.: 0221/37 69 44 60 Fax: 0221/37 69 44 61 E-Mail: sylvia_knecht@de.randstad.com Kontakt Randstad Deutschland Pressestelle c/o Weber Shandwick Worldwide Alexandra Stroh / Jan Ribbeck ABC-Straße 1 20354 Hamburg Tel.: 040-35 74 60-20/-32 Fax: 040-35 74 60-61 E-Mail: astroh@webershandwick.com E-Mail: jribbeck@sweberhandwick.com Original-Content von: Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell

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