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EU-Agrarexperte zu Bahringdorf: "Der alten Garde in den Ministerien Luft unter dem Hintern machen"
Zum Nitrofen-Skandal: Wo Öko draufsteht, ist Öko drin - wenn nicht betrogen wird

Berlin (ots) - Im Nitrofen-Skandal hat der EU-Agrarexperte und Landwirt Friedrich Wilhelm Graefe zu Bahringdorf (Bündnis 90/Grüne) Konsequenzen auf europäischer Ebene angekündigt. Im Nachrichtensender N24 sagt er, was Verbraucherschutzministerin Künast wegen fehlender Gesetze bundesweit nicht leisten könne, wolle man nun europaweit regeln. So werde eine Schadensersatzregelung nach amerikanischem Vorbild vorbereitet. In der Sendung "Koschwitz" forderte der Politiker außerdem Sanktionen von der Stilllegung betroffener Werke bis zum Berufsverbot für die Verantwortlichen. Der Spruch, "wo Öko draufsteht, ist Öko drin", sei unverändert richtig, sagte Graefe zu Bahringdorf und schränkte zugleich ein, "...wenn nach den Gesetzen und den Normen verfahren wird, die im biologischen Anbau vorgeschrieben und üblich sind". Denn, so der Agrarexperte: "Wenn kriminelle Energie angewandt wird, kann auch in diesem Bereich betrogen werden." Und weiter: "Es hat nicht an den Kontrollen gemangelt, sondern an den Konsequenzen." Für die Tragweite des Skandals machte der Politiker den Beamtenapparat verantwortlich: "Der alten Garde, die in den Bundesorganisationen, Ministerien und nachgeordneten Dienststellen sitzt, muss mal ein bisschen Luft unter dem Hintern gemacht werden." Doch seien dies "Beamte, die kann man nicht einfach wegsetzen". Es müssten andere Organisationsformen geschaffen werden, wie dies mit dem Amt für Verbraucherschutz oder dem Amt für Risikobewertung versucht werde, so Graefe zu Bahringdorf. "Diejenigen, die jetzt den Rücktritt der Ministerin fordern, haben nicht die Sorge, dass sie nicht konsequent vorgehen wird, sondern dass sie es tut." Vor Renate Künast habe es noch keinen Minister gegeben, der "mit einer Entschiedenheit in diesen Lobbyladen reingepiekst hat." Die Behörden müssten ein polizei- oder staatsanwaltschaftliches Verhalten lernen. Allerdings dürfe der Verbraucher seine "Verantwortung nicht an der Ladentheke abgeben". Wo Menschen mit ihren Namen für die Qualität der Ware einstehen, wäre die Gefahr eines Betrugs geringer. Der Experte: "Da, wo es anonym läuft, müssen wir aufpassen auf die kriminelle Energie, die immer wieder auftaucht." Den Talk mit Thomas Koschwitz zeigt N24 jeweils montags bis donnerstags um 18.30 und 21.30 Uhr sowie am darauffolgenden Tag um 01.20 Uhr und 6.30 Uhr. Diese und weitere Pressemitteilungen sind online in der N24-Presselounge unter www.ProSiebenSat1.com in der Rubrik "Medienzentrum" abrufbar. Sollten Sie Bildmaterial von N24 benötigen, wenden Sie sich bitte an die Foto-Hotline unter: (030) 2090-2324. Diese und weitere Pressemitteilungen sind online in der N24-Presselounge unter www.ProSiebenSat1.com in der Rubrik "Medienzentrum" abrufbar. ots Originaltext: N24 Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Sollten Sie Bildmaterial von N24 benötigen, wenden Sie sich bitte an die Foto-Hotline unter: (030) 2090-2324. Original-Content von: N24, übermittelt durch news aktuell

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