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Rudolf Scharping empfindet Kritik an seiner Person als "Angriff auf die Politik des Bundeskanzlers"
Bundeswehr-Einsatz im Irak als "unverantwortliche Spekulation" bezeichnet

Berlin (ots) - Keine Gedanken über die Zeit nach der Bundestagswahl macht sich Verteidigungsminister Rudolf Scharping. "Warum auch?!", antwortete er auf eine entsprechende Frage von N24 Latetalker Thomas Koschwitz. Der hat den SPD-Politiker heute Abend um 18.30 Uhr in seiner Sendung zu Gast. In dem Gespräch geht es um die Kritik an dem Minister, dessen Entlassung aus dem Amt die FDP beantragt hat. Anlass für diesen Antrag war der Vorwurf, Scharping habe im Zusammenhang mit einem geplanten Kauf von Militärflugzeugen geltendes Recht gebrochen. Man habe die Beschlüsse des Bundestages und des Haushaltsausschusses "wortgleich und auch im Sinne umgesetzt", betonte Scharping in dem N24 Talk. Der Deutsche Bundestag habe "die Beschaffung der 73 Flugzeuge beschlossen". Die Kritik, auch aus den eigenen Reihen und denen des Koalitionspartners, empfindet Scharping "weniger als Angriff auf mich". Es sei vielmehr "ein Angriff auf die Politik der Bundesregierung und des Bundeskanzlers". Scharping sagte, er wolle "nicht bestreiten, dass ich auch Fehler mache", doch solle man diese nicht einseitig suchen. Für sein schlechtes Wahlergebnis als stellvertretender SPD-Chef beim Nürnberger Parteitag machte Scharping die internationale politische Lage verantwortlich. Zu dieser Zeit sei es um die Entscheidungen über die Beteiligung Deutschlands in der Bekämpfung des Terrors gegangen ("das hat den Kanzler zur Vertrauensfrage im Deutschen Bundestag geführt"). Scharping räumte ein, "ein bisschen virulenter" sei zu diesem Zeitpunkt allerdings auch das "Zusammentreffen einer Entscheidung über Makedonien und die Veröffentlichung sehr glücklicher und schöner privater Bilder" gewesen. "Wer in solchen Zeiten nicht bereit ist, auch mal ein schlechteres Ergebnis zu akzeptieren, der soll besser nicht kandidieren. - Wer nix aushält, hält auch nichts durch." Spekulationen über einen Irak-Einsatz der Bundeswehr an der Seite amerikanischer Streitkräfte bezeichnete der Bundesverteidigungsminister als "eine unverantwortliche Spekulation". Es gäbe weder politische Entscheidungen noch militärische Planungen. Ob die Bundeswehr im Falle eines erforderlichen Militäreinsatzes zur Verfügung stünde, wolle Scharping nicht diskutieren: "Ich bin nicht Minister für Konjunktive und Spekulationen", sagte er im N24 Talk. Das Interview mit Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping zeigt N24 heute im Latetalk "Koschwitz" um 18.30 Uhr und 21.30 Uhr. Den Talk mit Thomas Koschwitz zeigt N24 jeweils montags bis donnerstags um 18.30 Uhr und 21.30 Uhr sowie am darauffolgenden Tag um 01.20 Uhr und 6.30 Uhr. Diese und weitere Pressemitteilungen sind online in der N24-Presselounge unter www.ProSiebenSat1.com in der Rubrik "Medienzentrum" abrufbar. ots Originaltext: N24 Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Sollten Sie Bildmaterial von N24 benötigen, wenden Sie sich bitte an die Foto-Hotline unter: (030) 2090-2324. Original-Content von: N24, übermittelt durch news aktuell

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