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Renate Schmidt: Ehegatten-Splitting reformieren
Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende zum Wahlprogramm der Partei

    Berlin (ots) - Nach einem Sieg bei der Bundestagswahl im Herbst
will die SPD zur Finanzierung ihrer Familienpolitik das
Ehegatten-Splitting reformieren. Eine entsprechende Erklärung machte
die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Renate Schmidt heute im
N24 Talk "Koschwitz". Um künftig Ganztagsschulen mehr als bisher
finanziell zu fördern, "werden wir das teilweise gegenfinanzieren
über eine behutsame Reform und Umwandlung des Ehegatten-Splittings",
sagte die Politikerin.
    
    Die Kampagne "Väter in die Familien" wolle die SPD zum "Thema des
Bündnisses für Arbeit machen". Insgesamt gebe es in Deutschland zu
wenige Krippenplätze, zu wenig Ganztagskindergärten und
Ganztagsschulen, betonte Schmidt. Dies sei auch ein Grund dafür, dass
41 Prozent der Akademikerinnen kinderlos sind. Nicht alle diese
Frauen hätten sich bewusst gegen ein Kind und für ein Single-Dasein
entschieden: "Es stimmen die Bedingungen in Deutschland nicht",
kritisierte Schmidt auch an die Adresse der Bundesregierung. "Wir
haben mit derzeit 25 Prozent eine der höchsten Kinderlosigkeiten in
der Europäischen Union." Man müsse Einrichtungen schaffen, "damit
berufstätige Eltern ihre Kinder sicher untergebracht sehen. Das ist
viel wichtiger für die Familien, als zu sagen, jetzt biete ich mal
diese oder jene finanziellen Leistungen."
    
    Die von der Union geforderten 600 Euro Familiengeld würden
allerdings keine Lösung darstellen, kritisierte Schmidt, "weil diese
35 Milliarden Euro, die dieses Familiengeld kosten würde, nicht nur
nicht finanzierbar sind". Es könnte dann auch "keine weitere müde
Mark mehr in solche Betreuungseinrichtungen gesteckt werden".
    
    Auf die Frage von Talk-Gastgeber Thomas Koschwitz, ob Renate
Schmidt die neue Bundesfamilienministerin werde, antwortete die
Politikerin: "Es gibt weder ein Angebot noch von mir eine Überlegung
in dieser Richtung."
    
    Das komplette Interview mit der stellvertretenden
SPD-Bundesvorsitzenden, Renate Schmidt, zeigt N24 heute im Late-Talk
"Koschwitz" um 18.30 Uhr und um 21.30 Uhr. - Den Talk mit Thomas
Koschwitz gibt es jeweils montags bis donnerstags um 18.30 Uhr und um
21.30 Uhr sowie am darauffolgenden Tag um 01.20 Uhr und 6.30 Uhr.
    
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