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N24-Emnid-Umfrage zur Flüchtlingspolitik: Mehrheit der Deutschen für Grenzschließungen
Merkel zu Kurswende in der Flüchtlingspolitik aufgefordert
Angst vor "zu vielen" Flüchtlingen nimmt zu

Berlin (ots) - Österreich begrenzt die Flüchtlingsaufnahme, und die CSU macht in der Flüchtlingspolitik weiter Druck auf Angela Merkel - doch die Kanzlerin hält erst einmal an ihrem Kurs fest. Wie finden das die Deutschen?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage fordert eine große Mehrheit der Befragten eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik: Nur 15 Prozent der Deutschen meinen, Angela Merkel sollte ihren Kurs bei der Flüchtlingspolitik beibehalten. 79 Prozent der Befragten fordern von der Kanzlerin, die Aufnahmebedingungen zu verschärfen.

Grundsätzlich findet allerdings noch immer eine Mehrheit der Deutschen, dass Angela Merkel die richtige Kanzlerin ist: 53 Prozent der Befragten glauben, Angela Merkel sei auch in der derzeitigen politischen Situation die richtige Kanzlerin. 42 Prozent der Deutschen sehen das nicht so.

Grundsätzlich spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für Grenzkontrollen aus. 33 Prozent der Befragten wollen die deutschen Grenzen schließen, wenn andere EU-Länder das auch tun. Weitere 24 Prozent wären sogar für deutsche Grenzschließungen im Alleingang. Nur 35 Prozent der Befragten favorisieren offene Grenzen für Flüchtlinge.

Insgesamt hat die Angst der Deutschen vor einer Überforderung durch "zu viele Flüchtlinge" in den vergangenen Monaten zugenommen. Auf die Frage "Haben Sie persönlich Angst davor, dass zu viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen?", antworteten im April 2015 nur 23 Prozent der Deutschen, sie hätten Angst davor. Jetzt im Januar 2016 sind es 48 Prozent.

Im April 2015 hatten 74 Prozent keine Angst vor "zu vielen Flüchtlingen" - nun sind es nur noch 49 Prozent, die keine Angst vor "zu vielen Flüchtlingen" haben.

Frei zur Verwendung bei Nennung der Quelle N24/ Emnid.

   Feldzeit: 20.01.2016 
   Befragte: ca. 1.000 

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