Deutsche Messe AG Hannover

Türkei ist attraktiver Markt für die Intralogistik

Türkei ist attraktiver Markt für die Intralogistik
Die Nachfrage nach Intralogistiklösungen für Logistikzentren in der Türkei ist hoch. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/13314 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutsche Messe AG Hannover"

Hannover (ots) - Türkei investiert massiv in den Ausbau multimodaler Lagerstandorte

   - Materials Handling EURASIA ist führende Intralogistikmesse der 
     Region 

Vom 17. bis zum 20. März veranstaltet die Deutsche Messe AG unter dem Dach der WIN EURASIA Automation in Istanbul die Materials Handling EURASIA. Sie ist die führende Intralogistikplattform für die Türkei sowie die angrenzenden Staaten. Zur WIN EURASIA Automation werden mehr als 1 500 Aussteller auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern erwartet.

"Die Türkei ist ein Land im Umbruch - und ein höchst spannender Markt insbesondere für die Intralogistik", sagt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. "Faktoren wie Innovationsgrad und Prozessoptimierung im Rahmen zunehmender Automatisierung, aber auch Umweltaspekte und Energieeffizienz spielen in der Türkei eine zunehmend wichtige Rolle." Laut Germany Trade and Invest (GTAI) möchte das Land zu einer regionalen Drehscheibe des Gütertransports aufsteigen. Mit dem Bau von multimodalen Logistikzentren wolle die Türkei ihr Angebot an modernen Transport- und Lagerdiensten weiter verbessern. Die Zentren sollen überwiegend über das Schienennetz an die See- und Flughäfen angebunden werden. Allein die türkische Staatsbahn TCDD will bis 2023 insgesamt 20 multimodale Logistikzentren im Land errichten. Die multimodalen Logistikzentren sollen das Angebot von Lager- und Transportdiensten verbessern, indem Straßen-, Schienen-, Luft- und Seewege besser miteinander vernetzt werden. In diesem Zusammenhang entstehe laut GTAI ein erheblicher Bedarf an Hebe- und Ladeausrüstungen. Die Logistikzentren sind in der Regel per Straße und/oder Schiene an See- oder Flughäfen angebunden und verfügen über großzügige Flächen für Lager sowie diverse Ein- und Ausladevorgänge. Außerdem werden Sonderzonen für Gefahrengüter, Zoll, Reparatur- und Wartungsdienste sowie soziale Einrichtungen bereitgestellt. Durch die 20 Logistikzentren werden 27 Millionen Tonnen zusätzliche Gütertransport- und neun Millionen Quadratmeter weitere Lagerkapazitäten entstehen, so die Staatsbahn TCDD. Die Wertschöpfung soll um rund 40 Milliarden US-Dollar steigen. Die Logistikzentren könnten darüber hinaus 10 000 neue Arbeitsplätze im Land schaffen.

Interessante Projekte werden umgesetzt

"Wir beobachten eine dynamische Nachfrage nach Geräten mit elektromotorischen Antrieben bei gleichzeitigem Rückgang verbrennungsmotorischer Antriebe", erklärt Frank Müller, Vice President Sales CEE & Dealer Business der STILL GmbH Hamburg. "So setzt beispielsweise Starwood, ein führender türkischer Produzent von Span- und MDF-Platten, am Produktionsstandort Inegül jetzt durchgehend auf eine Flotte mit E-Staplern in einem bislang von V-Staplern dominierten Arbeitsumfeld." Konkret kommen hier sieben Tonnen starke RX-60-Stapler und R-07-Elektroschlepper zum Einsatz, die täglich bis zu 4 500 Tonnen Holz bewegen. Und auch die Sensibilität für die Betriebskosten steigt. "In diesen Zusammenhang gehört auch eine signifikante Zunahme des Mietgeschäfts, das wir verzeichnen können", sagt Müller. "Hinzu kommt, dass immer mehr türkische Kunden über einzelne Geräte hinaus eine ganzheitliche Analyse und prozessübergreifende Intralogistiklösungen nachfragen." Die Berater von STILL wurden bei Starwood zum Beispiel bereits in die strategische Planung der Material- und Informationsflussprozesse einbezogen. Ein ganzheitlicher Ansatz, der auch die Themen IT und Automatisierung umfasst, bilde hier einen wichtigen Differenzierungsfaktor.

"Die großen technischen Themen im türkischen Markt sind aus unserer Sicht derzeit Horizontal-Kommissionierer mit Ergonomiehub und Vertikal-Kommissionierung mit einer Hubhöhe von bis zu 9 500 Millimetern in großen Logistikumschlagzentren im Bereich Kontraktlogistik", sagt Wilfried Baur, Managing Director bei Jungheinrich Türkei in Istanbul. "Des Weiteren sind dies Flottenmanagement-Systeme wie ISM Online zur Analyse und Optimierung von Gabelstaplerflotten." Hier sei der modulare Aufbau von ISM Online von besonderer Bedeutung, da sich das System exakt auf die Anforderungen des Kunden anpassen lasse. Neu auf dem türkischen Markt ist das Angebot von Jungheinrich über "4.Sterne Gebrauchtstapler". "Die Jungheinrich JungSTARs stehen für Präzisionsarbeit", sagt Baur. "Bei der technischen Aufarbeitung genauso wie bei der schnellen Bereitstellung des passenden Gebrauchtstaplers für jeden Einsatzfall bei unseren Kunden." Der Vorteil für die Kunden: professionelle Aufarbeitung gepaart mit der Kompetenz einer Herstellers. Denn alle Gebrauchtstapler werden gemäß eines 4-Sterne-Qualitätsstandards aufgearbeitet und zusammen mit einer Gewährleistung an die Jungheinrich-Kunden übergeben.

Weitere Unternehmen haben in letzter Zeit spannende Projekte in der Türkei gestartet. So hat zum Beispiel der türkische Speiseeishersteller Sanset den Intralogistikanbieter SSI Schäfer mit der Errichtung und Ausstattung eines vollautomatischen Tiefkühllagers bei -28 Grad Celsius beauftragt. Als Generalunternehmer für das Logistikprojekt erstellt SSI Schäfer am Sanset-Produktionsstandort Kirklareli ein viergassiges Hochregal-Kanallager mit mehr als 11 000 Palettenstellplätzen nebst der erforderlichen Fördertechnik. Und TGW hat gerade nach der erfolgreichen Realisierung der ersten DeFacto-Anlage in der Türkei im Jahr 2013 einen Erweiterungsauftrag in Cerkezkoy erhalten. Das Ergebnis soll laut TGW die größte Intralogistikanlage für direktes Kartonhandling und automatisierte Logistik für Textilwaren der Türkei sein, um das B2B- und B2C-Business der türkischen Fashion-Marke zu unterstützen.

Über die CeMAT

Mit den CeMAT-Veranstaltungen bietet die Deutsche Messe der Intralogistikbranche in den wichtigsten Märkten dieser Welt ausgezeichnete Messeplattformen, um ihre Produkte und Innovationen dem Publikum in den jeweiligen Ländern und Regionen zu präsentieren. Sie alle sind Ableger der CeMAT in Hannover, die weltweit bedeutendste Messe für Intralogistik und Supply Chain Management. Sie wird alle zwei Jahre ausgerichtet, das nächste Mal vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2016. Ob innovative und Energie sparende Gabelstapler und Flurförderzeuge, komplexe vollautomatisierte Förderanlagen, Regal- und Lagersysteme oder neueste Systemsteuerungen und Entwicklungen rund um Logistics IT - auf der CeMAT in Hannover sind alle Bereiche der Intralogistik vertreten. Krane, Hebezeuge und Hubarbeitsbühnen sowie Auto-ID-Systeme, Roboterlogistik und Verpackungstechnik für die Intralogistik runden das Bild ab.

Deutsche Messe AG

Die Deutsche Messe AG ist ein weltweit führender Veranstalter von Investitionsgütermessen im In- und Ausland. Mit einem Umsatz von voraussichtlich 335 Millionen Euro im Jahr 2015 zählt sie zu den fünf größten deutschen Messegesellschaften. Zu ihrem Eventportfolio gehören internationale Leitmessen wie die CeBIT (Digitales Business), die HANNOVER MESSE (industrielle Technologien), die BIOTECHNICA/LABVOLUTION (Biotechnologie, Labortechnik), die CeMAT (Intralogistik und Supply Chain Management), die didacta (Bildung), die DOMOTEX (Teppiche und Bodenbeläge), die INTERSCHUTZ (Brand- und Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit) und die LIGNA (Holzbearbeitung und Forsttechnik). Mit rund 1 200 Beschäftigten und 66 Repräsentanzen, Tochtergesellschaften und Niederlassungen ist sie in mehr als 100 Ländern präsent.

Ansprechpartnerin für die Redaktion:

Brigitte Mahnken
Tel.: +49 511 89-31024
E-Mail: brigitte.mahnken@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.cemat.de/presseservice

Weitere Meldungen: Deutsche Messe AG Hannover

Das könnte Sie auch interessieren: