Gauselmann Gruppe

Geschäftsjahr 2001
vorläufige Zahlen
Gauselmann wächst um 9,6 Prozent
Gruppenumsatz steigt von 1,131 Mrd. DM (578 Mio. EUR) auf 1,240 Mrd. DM (634 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2001

    Nürnberg/Espelkamp (ots) -  Die Gauselmann Gruppe hat im
Geschäftsjahr 2001 einen deutlichen Umsatzzuwachs erwirtschaftet.
Trotz ungünstiger inländischer Marktbedingungen  bis zum Sommer
konnte durch eine innovative Produktpolitik aber vor allen Dingen
durch euro-umstellungsbedingte Ersatz-Investitionen der
Aufstellunternehmen im Herbst das inländische Geschäft deutliche
Wachstumsraten erzielen. Die Absatzentwicklung des letzten Quartals
belegt dies ausdrücklich. Neben dem Geschäft mit dem Kernprodukt
Geld-Gewinn-Spiel-Geräte wurden zusätzliche Impulse durch neue
Spielideen im Unterhaltungsbereich generiert. Die Merkur-Spielothek
kann ebenfalls auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.
Über alle Wertschöpfungsstufen hinweg beläuft sich der Zuwachs im
Inland auf insgesamt 5,6 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg hier von 748
Mio. DM (382 Mio. EUR) auf nunmehr 790 Mio. DM (404 Mio. EUR).
    
    Auf den internationalen Märkten konnten im zurückliegenden
Geschäftsjahr erneut große Wachstumsraten erzielt werden. Dies gilt
insbesondere für das weltweite Casino-Gerätegeschäft. Ebenfalls
positiv war die Entwicklung der unternehmerischen Aktivitäten in
England und der europaweite Export von europäischen
Geld-Gewinn-Spiel-Geräten. Negativ hingegen verlief der europäische
Re-Export von zugekauften Unterhaltungsgeräten. Im Ausland konnte
insgesamt ein Zuwachs von 17,5 Prozent erwirtschaftet werden. Die
Umsätze stiegen hier von 383 Mio. DM (196 Mio. EUR) im Jahr 2000 auf
nunmehr 450 Mio. DM (230 Mio. EUR) im zurückliegenden Geschäftsjahr.
    
    Die Gauselmann Gruppe hat damit den eingeschlagenen Weg zum Global
Player erfolgreich beschritten. Der Gruppenumsatz stieg um 9,6
Prozent von 1,131 Mrd. DM (578 Mio. EUR) auf 1,240 Mrd. DM (634 Mio.
EUR).
    
    Im Geschäftsjahr 2001 haben 97.000 Geräte die Produktionsstätten
in Deutschland, Österreich, Großbritannien, USA und Russland
verlassen. Unternehmensgruppenweit kommt bis heute die beachtliche
Zahl von fast 1,9 Mio. Geräte zusammen.
    
    Erstmals im Geschäftsjahr 2000 wurde deshalb die Darstellung der
unternehmerischen Aktivitäten nach Business-Segmenten
(Unternehmensbereichen) gewählt, da diese Darstellung wesentlich
aussagefähiger ist als eine Trennung nach nationalen und
internationalen Aktivitäten.
    
    Drei bis vier große Bereiche prägen heute im Wesentlichen das
unternehmerische Handeln der Gauselmann Gruppe. Neben dem
europaweiten Unternehmensbereich Geld-Gewinn-Spiel-Geräte,
Unterhaltungsspielgeräte und Cash & Ticketing (Merkur Säule) gehören
dazu europaweite Dienstleistungen einschließlich des Betriebs der
Spielstätten (Dienstleistungssäule) und das weltweite
Casino-Gerätegeschäft (Atronic Säule). Im erfolgreichen Aufbau
befindet sich ein vierter Bereich, der sich mit automatisierten
Geldwechsel- und Geldverarbeitungssystemen beschäftigt (z. B. auch
für den Bankensektor) einschließlich des Cash & Ticketing-Centers
(Fahrkartenautomaten).
    
    
    I. Europaweites Geld-Gewinn-Spiel-, Unterhaltungsspiel
         (Merkur Säule)
    
    Die Merkur Säule wird im Wesentlichen getragen von den Aktivitäten
der adp Gauselmann GmbH in Deutschland, den europaweiten
Anstrengungen von Stella International und dem unternehmerischen
Handeln von Bell-Fruit Games, Mazooma Games und QPS in
Großbritannien.
    
    
    adp Gauselmann GmbH
    
    Die adp Gauselmann GmbH ist eine der tragenden Säulen des
nationalen Geschäfts der Unternehmensgruppe. Zum Hauptstandbein
gehören Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Spielgeräten mit und
ohne Geldgewinnmöglichkeit. Das zurückliegende Geschäftsjahr war
geprägt von der konsequenten Bereinigung der Sortimentstruktur. Das
klassische Geld-Gewinn-Spiel-Gerät wurde ergänzt durch eigens
entwickelte Unterhaltungsspielgeräte. Erfolgreich wurde auf dem
deutschen Markt die Euro-Umstellung gemeistert. Die einzigartige
Umstellungskonzeption mit PROFITEC 2000 EU und der parallelen
Währungsannahme hat sich bewährt. Über 350 Teilprojekte waren in den
zurückliegenden Jahren notwendig, um diese Währungsumstellung
problemlos durchzuführen.
    
    Der Absatz von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten stieg
währungsumstellungsbedingt insbesondere im letzten Quartal des
Geschäftsjahres deutlich an. Ein besonderer Impuls kam aus der
Einführung der LED-Technik. Der Energieverbrauch der so
ausgestatteten Geräte ist um ca. 80 Prozent geringer gegenüber den
Geräten, die mit herkömmlichen Glühbirnen ausgestattet sind. Die
Aufsteller können so in vier Jahren rund 800,00 DM Energiekosten
einsparen. Positiv verkaufsfördernd wirkt die neue Qualität der
Lichtgebung.
    
    Im Bereich der Unterhaltungsspielgeräte verstärkten sich die
signifikanten Marktänderungen der zurückliegenden Jahre. Bei den
Produktgruppen Dart, Flipper, Billard und TV-Großgeräte kam es erneut
zu deutlichen Marktreduzierungen. Diese Entwicklung hat dazu geführt,
dass das in Hamburg ansässige Unternehmern Nova Games GmbH & Co. KG
zur Jahresmitte 2002 seine Aktivitäten einstellen wird. Angesichts
der dramatischen Marktveränderungen werden in diesem Produktsegment
auch zukünftig keine signifikanten Absatzchancen mehr erwartet.
    
    
    Stella International
    
    Seit 1993 hat sich Stella International auf die Entwicklung und
europaweite Vermarktung von Geld-Gewinn-Spiel-Geräten und der
Entwicklung für den deutschen Markt von Fun-Games spezialisiert. Im
Segment der Fun-Games wurde die absolute Marktführerschaft behauptet.

    Bei den für die europäischen Länder entwickelten Geld-Gewinn-Spiel-Geräten knüpfte Stella International an die Erfolge der Vorjahre an. Positiv war erneut die Akzeptanz auf dem spanischen Markt. Mehrere Großaufträge führten dazu, dass Stella International auch im zurückliegenden Geschäftsjahr größter ausländischer Lieferant in Spanien geblieben ist.          Neben Spanien konzentriert sich das Unternehmern auf neue osteuropäische Märkte. Insbesondere in der Tschechischen Republik und der Ukraine konnten deutliche Fortschritte bei der Markterschließung erzielt werden. Alle Produkte von Stella International basieren auf der bewährten Technologieplattform von adp.               Englischer Unternehmensbereich (Bell-Fruit Games, Mazooma Games, QPS)          Auch im Geschäftsjahr 2001 konnte an die positive Vorjahresentwicklung angeknüpft werden. Bell-Fruit Games gehört zu den größten englischen Spielgeräteherstellern. Mazooma Games hat sich ebenfalls auf die Entwicklung und den Vertrieb von Geld-Gewinn-Spiel-Gräten für den englischen Markt sowie Fun-Games für Deutschland spezialisiert. Der Unternehmensbereich QPS hat seine Marktposition mit Umbau von Geräten konsequent ausgebaut. Mazooma Games und QPS entwickeln ihre Spiele auf der bewährten Technologieplattform von Bell-Fruit Games. In diesem Unternehmen werden die Produkte dann auch produziert.          Die Umsätze in diesem Unternehmenssegment (Merkur-Säule) verzeichnen einen prozentualen Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2000. Der Umsatz stieg von 662 Mio. DM (339 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2000 auf nunmehr 682 Mio. DM (348 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2001.               II. Europaweite Dienstleistungen (Dienstleistungssäule)          Der Bereich europaweite Dienstleistungen kann im Wesentlichen durch die Merkur-Spielothek auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Im Inland war die laufende Aktualisierung des Geräteangebotes in enger Verbindung mit kontinuierlichen Marketingaktivitäten und Verkaufsaktionen Voraussetzung dieses Erfolges. Im zurückliegenden Jahr wurden in den 150 Merkur-Spielotheken rund 5.300 neue Geräte aufgestellt. Bei ihrer Geräteauswahl konnte sich die Merkur-Spielothek den allgemeinen Markttrends nicht entziehen. Außerhalb von Touch-Screen und Internet gibt es bei Sport-Spiel-Geräten nur noch wenig Geschäftschancen. Das Angebot bei Bildschirmspielen musste um 30 Prozent und bei Flippern um rund 50 Prozent reduziert werden. Der Touch-Screen-/Internet-Bereich wurde hingegen um 40 Prozent ausgebaut.          Bei den ausländischen Aktivitäten sind fünf von sechs nationalen Märkten sowohl beim Umsatz als auch auf der Ertragsseite durch eine erfolgreiche positive Entwicklung gekennzeichnet. Dies gilt insbesondere für Ungarn und Spanien. Problematisch blieb der belgische Spielstättenmarkt. Nach Auffassung der Geschäftsleitung der Merkur-Spielothek wird möglicherweise bei unverändert bleibenden Rahmenbedingungen das unternehmerische Engagement in Belgien im neuen Geschäftsjahr 2002 beendet, da verbindliche Gesetzesvorgaben immer noch auf sich warten lassen.          In den übrigen Zielmärkten soll der Weg der begrenzten Expansion dazu genutzt werden, die Ertragsseite weiter zu verbessern. Auch die sonstigen Dienstleistungen, z. B. im Bereich der Aufstellung und der Immobilienverwaltung trugen zum Erfolg bei.          Der Umsatz im europaweiten Dienstleistungssegment stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2000 um 3 Prozent von 334 Mio. DM (170 Mio. EUR), im Geschäftsjahr 2000 auf nunmehr 344 Mio. DM (176 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2001.               III. Weltweites Casino-Gerätegeschäft (Atronic Säule)          Atronic, das internationale Flaggschiff der Gauselmann Gruppe hat seinen erfolgreichen Weg auch im zurückliegenden Geschäftsjahr fortsetzen können. Das unternehmerische Engagement, das im Jahr 1993 in diesem Produktsegment begonnen hat, trägt Früchte. Die erfreuliche Entwicklung der Geräteproduktionszahlen führte dazu, dass im Mai 2001 eine deutliche Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Groß St. Florian in der österreichischen Steiermark vorgenommen werden musste. Die Zielmarke lautet: 20.000 Slot-Machines sollen diesen Standort für die weltweiten Märkte pro Jahr in seiner Endausbaustufe verlassen.          Zur Zeit wird weiter investiert. Wenige Wochen vor Ende des Geschäftsjahres 2001 konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereiches Forschung und Entwicklung das neue F+E-Zentrum von Atronic in Unterpremstätten, an der Stadtgrenze von Graz, beziehen. Die feierliche Eröffnung dieses Standortes wird Anfang März 2002 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft stattfinden. Auf dem US-amerikanischen Markt hinterließ der 11. September natürlich seine Spuren. Die schockierenden Anschläge auf das World-Trade-Center in New York und auf das Pentagon in Washington zeigten negative Auswirkungen insbesondere für das weltweit größte Zentrum des Glückspiels, Las Vegas.

    Positiv verlief die weitere Erschließung der süd-amerikanischen
Märkte, wo Atronic sich gegen die etablierte US-amerikanische und
spanische Konkurrenz erfolgreich behauptet hat.
    Der neu erschlossene argentinische Markt leidet zur Zeit
allerdings unter der politischen und wirtschaftlichen Instabilität.
    
    In allen europäischen Ländern konnte Atronic in dem
zurückliegenden Geschäftsjahr seine Marktposition ausbauen. Dies gilt
insbesondere für die unternehmerischen Aktivitäten in Russland.
Gemeinsam mit einem lokalen Partner wurde eine Produktionsstätte zur
Komplettierung der in Groß St. Florian vorgefertigten Slot-Machines
in der Nähe von St. Petersburg eröffnet. Dies führte zu einer
Entlastung der Produktionsstätte Groß St. Florian.
    
    Die Erfahrungen des australischen Marktes haben in den
zurückliegenden Jahren gezeigt, dass eine erfolgreiche
Marktdurchdringung nur dann möglich sein wird, wenn vor Ort ein
eigenes Game-Design etabliert werden kann. Hier sind die notwendigen
unternehmerischen Entscheidungen getroffen und in der
Umsetzungsphase.
    
    Atronic mit Sitz in Lübbecke (Deutschland) unterhält
Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsniederlassungen in
Österreich, Großbritannien, den USA, Südamerika, Südafrika,
Australien und Russland. Fertigungs- und Entwicklungsbereiche sind in
Deutschland, Österreich, Russland und den USA angesiedelt.
    
    Der Umsatz in diesem Unternehmenssegment stieg gegenüber dem
letzten Geschäftsjahr um 59 Prozent, von 135 Mio. DM (69 Mio. EUR) im
Geschäftsjahr 2000 auf nunmehr 214 Mio. DM (110 Mio. EUR) im
zurückliegenden Geschäftsjahr 2001.
    
    
    IV. Geldwechsel- und Geldverarbeitungssysteme/Ticket-Center
    
    Ein vierter Unternehmensbereich befindet sich im erfolgreichen
Aufbau. Hier werden unternehmerische Aktivitäten im Bereich der
automatisierten Geldwechsel- und Geldverarbeitungssysteme gebündelt.
Dazu zählen die unternehmerischen Aktivitäten von GeWeTe, Mechernich
bei Köln und von Hess SB-Automaten, Magstadt bei Stuttgart. Ergänzend
kommen die Aktivitäten von Ticket-Center hinzu. Dieses Unternehmen
hat z. B. den ÖPNV in der Hauptstadt von Chile mit
Fahrkartenautomaten ausgestattet.
    V. Mitarbeiter
    
    Der Erfolg der Gauselmann Gruppe beruht zu großen Teilen auf der
Kreativität, Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Das
Unternehmen investiert seit Jahren gezielt in umfassende
Qualifizierungsprozesse und in konsequente Weiterbildung der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2001 hat sich die
Zahl der Beschäftigten weltweit um 4 Prozent erhöht. Waren im
Geschäftsjahr 2000 5.040 Personen bei der Gauselmann Gruppe
beschäftigt, so stieg ihre Zahl zum Ende des Geschäftsjahres 2001 auf
5.256 Personen an. In der gesamten Unternehmensgruppe sind weit über
300 Personen in der Entwicklung beschäftigt.
    
    
ots Originaltext: Gauselmann
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