EnBW Energie Baden Württemberg AG

EnBW stellt Studie über Netznutzungsentgelte vor - Viele deutsche Stromnetzbetreiber verlangen überhöhte Netznutzungsentgelte - Gutachten bei der Berliner EnBW Repräsentanz erhältlich

Berlin (ots) - Viele Betreiber von Stromnetzen verlangen überhöhte Netznutzungsentgelte. Die Preise richten sich offensichtlich nicht nach den Kosten, sondern nach wettbewerbs-strategischen Kriterien. Dies geht aus einer Analyse von Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger, Leiter des Bremer Energie Instituts hervor. Das Gutachten war von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Auftrag gegeben worden und wurde am Donnerstag im Rahmen eines EnBW Workshops in Berlin vorgestellt. In dem Gutachten sind 156 der insgesamt rund 900 deutschen Stromnetzbetreiber untersucht worden, die etwa 75 Prozent der deutschen Bevölkerung abdecken. Die Entgelte, die die Betreiber der deutschen Stromverteilnetze für die Stromdurchleitung verlangen, variieren dabei deutlich, um bis zu 100 Prozent. Diese hohen Unterschiede werden von vielen Netzbetreibern regelmäßig mit strukturellen Besonderheiten erklärt. Dem widerspricht das Gutachten. Es untersucht die Auswirkungen von verschiedenen Strukturfaktoren wie Fläche, Leitungslänge, Bevölkerung etc. auf die Netznutzungsentgelte. Ergebnis der Analyse: Mehr als die Hälfte der untersuchten Netzbetreiber verlangt überhöhte Entgelte. Sie missbrauchen somit ihre Stromnetze zum Schutz ihres historischen Gebietsmonopols und behindern den Wettbewerb in der deutschen Stromwirtschaft. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass diese Unternehmen damit etwa eine halbe Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich einnehmen. Prof. Pfaffenberger fordert daher die konsequente Anwendung des "Vergleichsmarktkonzepts" in Deutschland. Bei diesem Konzept (engl. "Yardstick competition") wird ein Vergleichsunternehmen mit niedrigem Preis ausgewählt. Alle anderen Unternehmen werden unter Berücksichtigung ihrer strukturellen Gegebenheiten an diesem Preis gemessen. Die EnBW, die sich seit langem für faire Wettbewerbsbedingungen auf dem Strommarkt einsetzt, betrachtet die durch die Studie festgestellten Ergebnisse mit großer Sorge. Sie forderte das Bundeskartellamt auf, gegen die Netzbetreiber vorzugehen, die diese missbräuchlich hohen Entgelte verlangen. Gleichzeitig begrüßte die EnBW, dass das Bundeskartellamt bereits im Januar gegen zehn Stromnetzbetreiber ein Missbrauchsverfahren wegen überhöhter Netznutzungsentgelte eingeleitet hatte. ots Originaltext: EnBW Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Das Gutachten ist in Kurzform bei der EnBW Repräsentanz im Sony Center (Tel: 030/25751222) erhältlich. Original-Content von: EnBW Energie Baden Württemberg AG, übermittelt durch news aktuell

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