EnBW Energie Baden Württemberg AG

Heilbronner Stadtverwaltung und EnBW über Optionsvertrag und Standortsicherungsvertrag einig: EnBW soll Option zum Erwerb der Mehrheit an der ZEAG erhalten

    Heilbronn/Karlsruhe (ots) -
    
    Gemeinderatsbeschluß voraussichtlich am 21. November - Neues
Regionalzentrum soll EnBW Netzbereiche Öhringen, Taubertal und
Kraichgau betreuen
    
    Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG soll eine Option zum Erwerb
der bislang von der Stadt Heilbronn gehaltenen Mehrheit an der
Zementwerk Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn AG (ZEAG) erhalten.
Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und der EnBW
Vorstandsvorsitzende Gerhard Goll berichteten am Donnerstag in einer
gemeinsamen Pressekonferenz, Stadtverwaltung und EnBW hätten sich
über einen entsprechenden Optionsvertrag und einen
Standortsicherungsvertrag geeinigt. Ein verbindlicher
Gemeinderatsbeschluß werde voraussichtlich am 21. November getroffen.
Die Bündelung der Kompetenzen und Kräfte von EnBW und ZEAG nutze der
Zukunftssicherung beider Unternehmen und stärke die Wirtschaftskraft
der Region.
    
    Nach dem vereinbarten Optionsvertrag wird die Stadt Heilbronn bis
spätestens Ende Januar 2003 ihren 50,09 Prozent betragenden
Aktienanteil an der ZEAG an die EnBW verkaufen. Über den Kaufpreis
haben sich beide Seiten bereits verständigt. Die bislang 12,04
Prozent der ZEAG-Aktien besitzende EnBW wird dann eine Mehrheit von
62,13 Prozent an der ZEAG halten. Weitere 27,41 Prozent der
ZEAG-Aktien hält die Heidelberger Zement AG, 10,46 Prozent sind
Streubesitz. Der Heilbronner Oberbürgermeister oder ein anderer
Vertreter der Stadt soll unbefristet Sitz und Stimme im
ZEAG-Aufsichtsrat behalten.
    
    Der Standortsicherungsvertrag sieht ausdrücklich den Erhalt der
"Regionalmarke ZEAG" und der Eigenständigkeit des Unternehmens ZEAG
mit seinen Bereichen Zement und Energie an den Standorten Heilbronn
und Lauffen vor. Der Stadt Heilbronn bleiben durch den Verzicht auf
eine Eingliederung der ZEAG in die EnBW die Gewerbesteuerzahlungen
der ZEAG erhalten.
    
    Die EnBW wird die seitherigen Netzbereiche Öhringen / Taubertal /
Kraichgau in einem neuen Regionalzentrum Hohenlohe/Tauber
zusammenführen. Die Geschäftsbesorgung für dieses neue EnBW
Regionalzentrum wird künftig durch die ZEAG erfolgen. Im Rahmen
dieser Geschäftsbesorgung wird der Sitz des Regionalzentrums künftig
in Heilbronn sein. Dadurch werden rund 60 neue Arbeitsplätze am
Standort Heilbronn geschaffen. Am Standort Öhringen wird ein
Logistikzentrum eingerichtet, in Tauberbischofsheim ein technischer
Stützpunkt. Durch die geplante Geschäftsbesorgung ändert sich nichts
an der Zuordnung des Eigentums und der Kunden, auch die Mitarbeiter
bleiben in der jeweiligen Gesellschaft. Die ursprünglich geplante
Übertragung der Verwaltung der EnBW Einrichtungen in den Bereichen
Öhringen und Taubertal auf die EnBW Ostwürttemberg-Donau-Ries AG
(Ellwangen) ist aufgrund der Vereinbarungen über die ZEAG hinfällig.
    
    Bekräftigt hat die EnBW nochmals ihr Festhalten am Erhalt des
Kraftwerksstandorts Heilbronn. Die Fassade des nahe der Autobahn A 6
gelegenen Kühlturms des EnBW Kraftwerks wollen EnBW und Stadt
gemeinsam attraktiv gestalten. Für das unter dem Namen "Block E"
bereits als Veranstaltungshalle genutzte alte Kraftwerksgebäude und
dessen Umfeld werden EnBW und Stadt ein gemeinsames Konzept für
attraktive Freizeitaktivitäten - etwa für Sport und Kultur -
entwickeln.
    
ots Originaltext: Energie Baden-Württemberg AG
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