Hollister Incorporated

Vertrieb und Nutzung von VaPro und Infyna Einmalkathetern
Stellungnahme zu Äußerungen der Firma Coloplast im Zusammenhang mit Gerichtsentscheidungen des Landgerichts Düsseldorf

München (ots) - Die Firma Coloplast hat am 19. Juli 2017 eine Pressemitteilung herausgegeben, die sich mit zwei Urteilen des Landgerichts Düsseldorf vom 18. Juli 2017 in einer Patentauseinandersetzung zwischen der Firma Coloplast A/S und Hollister Inc. befasst. Da das betreffende Patent in weniger als zwei Monaten abläuft, wäre es aus Sicht von Hollister äußerst bedauerlich, wenn sich Coloplast entschließen sollte - was bisher nicht der Fall ist - diese Urteile vorläufig zu vollstrecken. Die Vollstreckung der Urteile würde erhebliche Beeinträchtigungen für Patienten nach sich ziehen, da Coloplast hiermit Patienten ihre bisher gewohnten Gesundheitsprodukte vorenthalten würde, auf die die Patienten für ihren urologischen Gesundheitsbedarf angewiesen sind. Hollister vertreibt die betreffenden VaPro Einmalkatheter seit über 8 Jahren und Hollisters Infyna Einmalkatheter werden seit Mai 2017 vertrieben. Es wäre bedauerlich, wenn Coloplast sich ungeachtet dessen entschließen würde, die Urteile zu vollstrecken.

In ihrer Pressemitteilung hat Coloplast mitgeteilt, dass es Hollister ab dem Zeitpunkt der Vollstreckung der Entscheidungen bis einschließlich 18. September 2017 nicht gestattet sei, die VaPro und Infyna Einmalkatheter weiter zu vertreiben. In Schreiben an zahlreiche unserer Kunden und Vertriebspartner hat die Coloplast GmbH diese außerdem aufgefordert, die VaPro und Infyna Einmalkatheter bis zum 18. September 2017 nicht weiter zu verkaufen und gleichzeitig ihre eigenen Katheterprodukte beworben. Wir bedauern sehr, dass sich Coloplast in dieser Form an unsere Kunden und Vertriebspartner richtet, (i) obwohl die genannten Urteile des Landgerichts Düsseldorf nicht rechtskräftig sind, (ii) sich die Urteile nur gegen die Hollister Inc. richten, nicht hingegen gegen unsere Vertriebspartner oder andere Unternehmen und (iii) das Patent der Firma Coloplast endgültig am Ende des 18. September 2017, d.h. in weniger als zwei Monaten, abläuft.

Bei den genannten Urteilen handelt es sich um erstinstanzliche Entscheidungen, gegen die Hollister bereits Berufung eingelegt hat. Des Weiteren hat Hollister bereits im März 2017 vor dem Bundespatentgericht Nichtigkeitsklage gegen das genannte Patent von Coloplast eingereicht und beantragt, dieses Patent wegen fehlender Schutzfähigkeit zu löschen. Wir weisen außerdem darauf hin, dass Gerichte in Frankreich und Spanien zuletzt durchgängig bei im wesentlicher gleicher Sachlage zugunsten von Hollister entschieden haben. Wir sind daher überzeugt, dass nach Abschluss der Verfahren feststehen wird, dass Hollister mit dem Vertrieb der VaPro und Infyna Einmalkatheter keine Patentrechte von Coloplast verletzt hat und dass das Patent nicht rechtswirksam ist.

Für Hollister steht stets das Wohlergehen der Patienten an erster Stelle und wir werden alle uns möglichen Maßnahmen ergreifen, um den Bedürfnissen unserer Kunden und der Nutzer unserer Produkte gerecht zu werden.

Pressekontakt:

Jeannette Zängerl
Marketing Manager
Hollister Kontinenzversorgung | Hollister Critical Care
Hollister Incorporated
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