DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT

Top-1000-Familienunternehmen wachsen überdurchschnittlich

RANKING 2017: DIE 1000 GRÖSSTEN FAMILIENUNTERNEHMEN DEUTSCHLANDS. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/127122 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT"

Düsseldorf (ots) - Mit der jetzt veröffentlichten neuen Version des Rankings "Top 1000 - Die größten Familienunternehmen" des Mediums "Die Deutsche Wirtschaft" hat es nicht nur erhebliche Platzveränderungen in der Rangfolge gegeben. Mit Berücksichtigung der neuen Bilanzzahlen der Unternehmen ergab sich außerdem, dass die großen Familienunternehmen in 2016 um 4,3 Prozent und damit überdurchschnittlich wuchsen.

   - Die Top-Familienunternehmen konnten 2016 ihren Umsatz um 4,3 
     Prozent steigern 
   - Der durchschnittliche F&E-Anteil liegt bei 5,5 Prozent -	61 
     Prozent der Inhaber sind auch als Geschäftsführer oder Vorstand 
     aktiv 
   - Nordrhein-Westfalen als Bundesland und Hamburg als Stadt haben 
     die meisten Top-Familienunternehmen  

Erfasst sind in dem Ranking Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz deutscher Unternehmerfamilien sind. Die 1.000 umsatzstärksten von ihnen erwirtschaften danach einen Jahresumsatz von zusammen 1,73 Billionen Euro und stellen rund 7,2 Millionen Arbeitsplätze weltweit.

244 Umsatzmilliardäre

244 von ihnen sind Umsatzmilliardäre. Lag der "Einstiegswert" bei Platz 1.000 letztjährig noch bei rd. 150 Millionen Euro, so reichen nunmehr nur Jahresumsätze über 200 Millionen Jahresumsatz für eine Platzierung. Nach wie vor mit weitem Abstand steht dabei die Volkswagen AG auf Platz 1. Gefolgt wird VW von BMW, die das siebte Mal in Folge einen Rekordumsatz verbuchen konnten. Stark aufwärts ging es auch beim Platz 3: Die Schwarz Gruppe mit Lidl und Kaufland konnte ihren Abstand zu Aldi (Platz 4) weiter vergrößern.

Maschinenbau liegt vorne

65 Prozent der Top-1000-Familienunternehmen sind der Industrie zuzurechnen, 18 Prozent dem Handel und 17 Prozent sind Dienstleister. Nach Branchen liegen Maschinenbauer mit 59 Unternehmen knapp vor den Automobilzulieferern (58), gefolgt vom Autohandel (49), Elektrotechnik (35) und Logistik und Speditionen (31).

Eines der markantesten Kennzeichen der deutschen Familienunternehmen ist ihre Verbindung aus Tradition und Innovation: Das durchschnittliche Gründungsjahr der Top-1000 liegt bei 1921 - also eine durchschnittlich 96jährige Unternehmensgeschichte.

Top-Familienunternehmen: In 577 Städten zuhause

Deutschland ist das Land der Familienunternehmen. Sie finden sich in 577 Städten von Aachen bis Zirndorf. Die Stadt mit den meisten großen Familienunternehmen ist mit großem Abstand Hamburg: hier sitzen 57 Top-Familienunternehmen. Es folgen München mit 28 Unternehmen, Düsseldorf mit 22, Stuttgart mit 16 und Berlin mit 15 Unternehmen aus dem Top-Ranking.

In der Verteilung der großen Familienunternehmen auf Bundesländerebene liegt das größte Bundesland NRW mit 270 Unternehmen an der Spitze, vor Baden-Württemberg mit 200 und Bayern mit 196 Unternehmen. Deutlich anders sieht es aus, wenn man diese Zahlen in das Verhältnis zur Einwohnerzahl nimmt. Da stehen die Stadtstaaten Hamburg und Bremen vorne.

Sonderabfrage: 65 Prozent betreiben Hochschulkooperationen

In einer Sonderauswertung wurden in diesem Jahr zudem Angaben zu Forschungsaktivitäten, Hochschulkooperationen und dem Angebot dualer Studiengänge gemacht. Letztere bieten 65 Prozent der Unternehmen an - ein klares Indiz dafür, dass die Unternehmen gezielte Maßnahmen zur Bindung junger Nachwuchskräfte einrichten und sich damit auch den Zugang zu universitären Forschungsimpulsen sichern. Dies zeigt auch das Ergebnis, dass 61 Prozent der Top-1000-Familienunternehmen Hoschschulkooperationen unterschiedlicher Art betreiben.

Das faszinierende Phänomen der deutschen Familienunternehmen, oftmals jahrhundertealte Tradition mit der Offenheit für Innovation und Agilität zu einer Erfolgsgeschichte verbinden, kommt dabei nicht von ungefähr: Im Schnitt investieren sie 5,5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, so die aktuelle Abfrage.

44 Prozent von ihnen - auch das ergibt die aktuelle Abfrage - betreiben zudem Forschungskooperationen und setzen damit nicht nur auf Innovation, sondern öffnen sich damit auch dem immer wichtiger werdenden kooperativen Geschäftsansatz.

Chef im Hause

Ebenfalls ermittelt wurde von der Rankingredaktion erstmals der Anteil jener Inhaberunternehmer, die selbst aktiv als Geschäftsführer oder Vorstand im eigenen Unternehmen tätig sind: Er liegt bei 61 Prozent.

Das Ranking ist unter http://ots.de/gdO1q einsehbar.

Hinweis für Kollegen:

Sonderauswertungen auf Bundesland-, Kreis- oder Stadtebene bzw. die Übernahme von Rankinginhalten können gerne vereinbart werden. Wenden Sie sich dazu per Mail an Klara Goetz, rankings@die-deutsche-wirtschaft.de

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