Center for Accountability in Science

Wissenschaftliche Stimmen machen Europa für unzureichend durchgeführte chemische Klassifizierung verantwortlich

Washington (ots/PRNewswire) - Einstufung von Titandioxid als Karzinogen lässt nach Angaben des Center for Accountability in Science wissenschaftliche Beweise außer Acht

Am Freitag kam ein Gremium der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zu der Auffassung, dass inhaliertes Titandioxid als krebserregend einzustufen sei, hat dabei aber einen seit Jahrzehnten erhobenen Datenbestand zur Volksgesundheit vernachlässigt. Dr. Joseph Perrone, Chief Science Officer am Center for Accountability in Science, hat daraufhin nachfolgende Erklärung veröffentlicht:

"Mit ihrer Entscheidung, Titandioxid als mögliche krebserregende Substanz zu listen, entzieht sich die ECHA, die als Antriebskraft unter den Regulierungsbehörden für die Chemikalienschutzverordnung der EU steht, ihrer Verpflichtung, die höchsten Standards des wissenschaftlichen Denkens zu wahren.

"Titandioxid ist ein Mineral, das vielerlei Produkten, von iPhones über Anstreichfarben bis zu Sonnenschutzmitteln eine strahlend weiße Farbe und UV-Schutz verleiht und findet seit mehr als 100 Jahren nutzbringend Einsatz in Verbrauchsgütern. Die seit vielen Jahrzehnten gesammelten gesundheitsbezogenen Daten geben keinerlei Hinweis darauf, dass Titandioxid als krebserregend beim Menschen gelten kann".

Das Statement von Dr. Perrone steht im Einklang mit einem vom Center for Accountability in Science herausgegebenen Video mit dem Titel "Is Titanium Dioxide Harmful to Your Health?" (Ist Titandioxid gesundheitsschädigend?) Das Video steht HIER in englischer Sprache und HIER in der französischen Version zur Verfügung.

Die untenstehenden drei Punkte fassen kurz zusammen, welche Mängel bei der Etikettierung von Titandioxid als Karzinogen bestehen:

Der ECHA-Beschluss ignoriert die eigenen etablierten wissenschaftlichen Standards der ECHA. Für die einzigen Studien, die eine Tumorinitiierung zeigen konnten, wurden Ratten einer Titandioxid-Belastung ausgesetzt, die den Bedingungen einer extremen "Überbelastung" entspricht - vergleichbar in etwa mit den Luft- und Atembedingungen innerhalb einer Wolke aus Ruß bei chronischer Exposition. Karzinogenität aus sogenannten "Overload"-Studien abzuleiten steht im Widerspruch zu den aktuellen Richtlinien der Europäischen Chemikalienagentur, da derartige Bedingungen keine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen zulassen.

Solide Humandaten widerlegen die Vorstellung, dass inhaliertes Titandioxid Krebs auslösen kann. Berufsbezogene Untersuchungen, die Tausende von Industriearbeitern einbeziehen, die hohen Levels an Titandioxid in der Atemluft ausgesetzt sind, zeigen auch nach Jahrzehnten intensiver Exposition keine erhöhte krebsbedingte Mortalität. Eine europäische Studie, die eine Verbindung zwischen Titandioxid und Lungenkrebs sieht - die einzige Studie, die zu diesem Schluss kommt - hatte das Rauchverhalten der Studienteilnehmer nicht miteinbezogen.

Ein Verzicht auf Titandioxid könnte sich als gesundheitsgefährdend für die Verbraucher erweisen. Die U.S. Food and Drug Administration hat Titandioxid, als einen von nur zwei "natürlichen" UV-blockierenden Inhaltsstoffen, für die Verwendung in Sonnenschutzmitteln zugelassen. Aus Gründen des Marktdrucks auf Titandioxid verzichten zu wollen birgt das Risiko, die Verbraucher weniger sicheren Alternativen auszusetzten. Verfügbare Ersatzstoffe bringen keine vergleichbare Leistung, machen größere Mengen an Weißmachern oder UV-Lichtblockern notwendig und resultieren in einem höheren Expositionsgrad.

Weitere Informationen finden Sie im Research Brief des Center for Accountability in Science "5 Things You Should Know About Titanium Dioxide" ("5 wissenswerte Fakten zu Titandioxid")

Interviewanfragen mit Dr. Joseph Perrone können telefonisch unter 1 (202) 420-7876 oder per E-Mail unter info@accountablescience.com angefragt werden.

Das gemeinnützige Center for Accountability in Science bietet einen ausgewogenen Blick auf die Wissenschaft, die sich hinter reißerischen Schlagzeilen verbirgt und bemüht sich, Junk Science zu entlarven und öffentliche Fehlwahrnehmungen zu korrigieren.

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1 (202) 420-7876 

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