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Windows-XP-Produkt-Aktivierung ist leicht zu umgehen / "tecChannel.de": Kopierschutz weist grobe Lücken auf

    München (ots) -     Nahezu jeder Anwender kann eine Raubkopie des neuen Microsoft-Betriebssystems auf seinem Rechner installieren

    Microsoft führt mit dem für den 25. Oktober angekündigten neuen
Betriebssystem Windows XP eine sogenannte Aktivierungstechnologie
ein. Diese soll mit einer Produktaktivierung, die bei Microsoft
selbst erfolgen muss, das Raubkopieren durch Anwender verhindern.
Doch die im derzeitigen zahlreichen Testern zur Verfügung stehenden
Release Candidate (RC1) eingebaute Produkt-Aktivierung (WPA) weist
einige schwere Lücken auf. Diese öffnen Hackern Tür und Tor, das
ganze System zu umgehen, berichtet "tecChannel.de", das Webzine für
Computer- und Telekommunikationsprofis.
    
    Neben dem mitgelieferten Produkt-Schlüssel ist für die
vollständige Installation ein weiterer Schlüssel erforderlich, der
sich aus Identifikationsnummern der auf einem PC installierten
Hardware zusammensetzt. Damit will Microsoft erreichen, dass das neue
Betriebssystem nur auf einem PC zum Einsatz kommt. Im Verlauf
zahlreicher Experimente im Labor von "tecChannel.de" mit
verschiedenen Hardware-Komponenten, Produkt-Keys und insbesondere der
zentralen wpa.dbl-Datei fand die Redaktion des Webzines heraus, dass
es - zusammen mit Schwachpunkten bei der Erzeugung der Hardware-ID -
ein Leichtes ist, die Aktivierung zu umgehen.
    
    Die von "tecChannel.de" durchgeführten Experimente legen den
Verdacht nahe, dass nahezu jeder Anwender Windows XP auf dem eigenen
PC aktivieren kann, indem er sich lediglich eine passende
wpa.dbl-Datei besorgt. Sollte die in der aktuellen Vorserien-Version
von Windows XP integrierte Technik auch im fertigen Produkt zum
Einsatz kommen, ist der eigentlich gewünschte Kopierschutz damit
hinfällig. "tecChannel.de" geht davon aus, dass so über das Internet
für fast jede beliebige PC-Konfiguration eine wpa.dbl-Datei zu finden
sein wird, die eine vollwertige Installation mit einer raubkopierten
Windows-XP-CD zulässt.
    
    Microsoft wurde von "tecChannel.de" bereits in der vergangenen
Woche über diese Lücken informiert, eine Antwort steht bis lang noch
aus. Eine offizielle Information des Konzerns wird in Kürze erwartet
und unter www.tecChannel.de einsehbar sein.
    
    Für Hintergrundinformationen zur Umgehung der Aktivierung:
    http://www.tecchannel.de/betriebssysteme/743/index.html
    
    Für Details zu den an Microsoft übermittelten Daten und zur
Verschlüsselungsfunktion, die den Aktivierungsschlüssel auf den
Hardwarekomponenten berechnet:
http://www.tecchannel.de/betriebssysteme/739/index.html
    
    
ots Originaltext: tecChannel.de
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