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Lange Online-Zeiten kommen den Flatratanbietern teuer: Viele Provider streichen die Segel

München (ots) - "tecChannel.de"-Umfrage: T-Online und NGI liegen in der User-Gunst vorn / Schlechte Noten für langsame AOL-Flatrate Immer mehr Flatrate-Anbieter streichen jetzt die Segel. Angebote wie Sonne, Erotik-Flatrate, Surf1 und Cisma sind fast über Nacht eingestellt worden. "tecChannel.de", das Webzine für PC-Experten und Kommunikationsprofis, hat die Hintergründe des Flatrate-Sterbens untersucht. Demnach müssen sich Nutzer und Anbieter gleichermaßen Kritik gefallen lassen: Eine Flatrate werde seitens der Nutzer häufig mit einer Standleitung verwechselt. Wer dauerhaft mit dem Internet verbunden sein will, müsse in den sauren Apfel beißen und deutlich mehr Geld auf den Tisch legen als das Abrechnungsmodell der Flatrate es vorsieht, konstatiert "tecChannel.de". Nach der Umfrage gehen viele Nutzer online, ohne die Verbindung wirklich aktiv zu nutzen. So kommt es beispielsweise, dass 40 Prozent der Nutzer, die zwischen 5 und 10 Stunden täglich online sind, die Verbindung tatsächlich nur weniger als 5 Stunden nutzen. In der übrigen Zeit wird die Verbindung durch Utilities oder durch automatische Wiedereinwahl unnötig aufrecht erhalten. Genauso wenig sei die Flatrate ein Goldesel für den Anbieter. Gefragt seien nicht aufwendige Werbekampagnen, sondern ein ausgefeiltes Geschäftsmodell und gute Planung. Einwahlprobleme auf Grund von zu wenig freien Ports, schneckengleiche Datenraten wegen ungenügender Bandbreite seitens des Providers und mangelhafter Support - das sind laut einer "tecChannel.de"-Umfrage unter 650 Flatrate-Nutzern die leidvollen Erfahrungen mit den Dumping-Raten. Mit der reinen Provider-Dienstleistung kann sich eine Flatrate nicht tragen. Nur Vielsurfer nutzen dieses Abrechnungsmodell - und die kosten den Provider viel Geld. Die Hoffnung, dass Internet-Nutzer eine Fixgebühr zahlen und dann so selten online gehen, dass sich Call by Call eher für sie rechnen würde, ist keine Grundlage für ein seriöses Flatrate-Geschäftsmodell. Auch der Versuch, sich über andere Kanäle wie Werbung zusätzlichen Umsatz zu verschaffen, hat nicht gefruchtet. Die Erotik-Flatrate oder XLOnline sind gescheitert. Zwei Anbieter kristallisieren sich heraus, die unter den Befragten die Nase vorn haben. T-Online kann mit der DSL-Technik und einem günstigen Preis aufwarten. NGI zeigt Köpfchen und bietet gute Kapazitäten und Support, allerdings zu einem etwas höheren Preis. Nicht umsonst teilen sich die beiden Provider über 60 Prozent des Flatrate-Marktes, konstatiert das Webzine. Während viele Flatrate-Benutzer mit ihren Providern relativ zufrieden sind, mangelt es dennoch häufig am Support und an der Performance, so die "tecChannel.de"-Ergebnisse. Die Angebote, bei denen es Kritik hagelte, wurden inzwischen ohnehin eingestellt. Bei AOL wird seitens der User immer wieder die geringe Geschwindigkeit bemängelt. Einen Punkt, den AOL noch bis zum Start der geplanten DSL-Flatrate in den Griff bekommen muss, kommentiert "tecChannel.de". ots Originaltext: tecChannel.de Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen der Redaktionen: Frank Klinkenberg Chefredaktion "tecChannel.de" Tel. 089/ 360 86-713 fklinkenberg@tecchannel.de www.tecchannel.de Original-Content von: IDG TecChannel, übermittelt durch news aktuell

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