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Automatische Übersetzungsprogramme größtenteils untauglich
"tecChannel.de"-Test: Nutzer kann höchstens mit Rohfassungen rechnen

München (ots) - Übersetzungsprogramme für den Computer erweisen sich im Alltagsgebrauch als untauglich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das Webzine "tecChannel.de" aktuell durchgeführt hat. Vier verbreitete automatische Übersetzungsprogramme, die laut Herstellerangaben zumindest eine brauchbare Rohübersetzung liefern sollen, waren im Test: "MZ-WinTranslator 11.1" von Holtschke, "Personal Translator 2000 Office" von Pons, "Power Translator Pro 7.0" von Lernout & Hauspie sowie "T1 Professionell 4.0" von Langenscheidt. Fazit nach sechs zu übersetzenden Texten mit unterschiedlichen Kriterien (Englisch -Deutsch, Deutsch - Englisch, je ein allgemeinsprachlicher Artikel, ein Computer- und ein Wirtschaftsfachtext): Eine überzeugende Leistung kann keines der getesteten Produkte vorweisen. Die Art der Fehler variiert dabei je nach Ausgangstext. Anspruchsvolle Konstruktionen, etwa idiomatische Wendungen oder ein vom herkömmlichen Schema abweichender Satzaufbau, bringen die Software immer ins Schleudern, konstatiert "tecChannel.de". Aber auch einfache Konstruktionen, beispielsweise Zeitangaben, werden häufig falsch übersetzt. Allenfalls bei der Fachübersetzung vom Deutschen ins Englische liefert der "Personal Translator 2000 Office" von Pons eine brauchbare Rohfassung. Auch mit Produkten, die laut Hersteller für den professionellen Einsatz konzipiert sind, erlebt der Kunde im Regelfall eine Enttäuschung. Insbesondere dann, wenn der Nutzer mehr möchte, als eine Rohfassung, die erst noch mühsam nachbearbeitet werden muss. Keine "tecChannel.de"-Empfehlung erhält der "MZ-WinTranslator" von Holtschke. Trotz des großen Lexikons mit über zwei Millionen Einträgen kann dieses Produkt keine ausgefeilten Übersetzungen anbieten. Sorgfältig aufgebaute Fachwörterbücher und eine saubere Satzanalyse bringen bedeutend bessere Ergebnisse, so das Webzine. Um die Transferleistung in die Fremdsprache kompetent beurteilen zu können, arbeitete die "tecChannel.de"-Redaktion bei diesem Test mit dem englischen Muttersprachler und Diplomübersetzer Paul Forrester zusammen. Was die Qualität maschineller Übersetzungen angeht, sind sich die Redaktion und der Übersetzer einig: Die Struktur von Sprache ist zu komplex, als dass ein Programm sie erfassen könnte. Ohne abschließende Korrektur durch einen Menschen ist eine maschinelle Übersetzung nicht brauchbar. Das heißt, der Nutzer muss schlimmstenfalls eine komplette Neu-Übersetzung von Hand anfertigen. ots Originaltext: tecChannel Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen der Redaktionen: Frank Klinkenberg-Haaß, Chefredaktion "tecChannel.de" Tel. 089/ 360 86-713, fklinkenberg@tecchannel.de www.tecchannel.de Original-Content von: IDG TecChannel, übermittelt durch news aktuell

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