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Wer mit Windows 98 zufrieden ist, braucht kein Windows ME (Millennium Edition)

München (ots) - Vor der entgültigen Fusion von Windows 9x und 2000 wirft Microsoft im Juli mit der Millennium Edition (ME) noch einen dritten Aufguss von Windows 98 auf den Markt. tecChannel.de, das Webzine für PC-Experten und Computerprofis, hat den ersten Release Candidate (RC1) auf die Performance und neue Features hin untersucht. Die dritte Beta-Version von Windows ME Ende April zeigte bereits, dass sich funktionell wenig getan hat. Das Hauptaugenmerk der Entwickler von Windows ME lag auf der Vereinfachung von Abläufen bei den Arbeitsschritten selbst und der Beschreibung in den zugehörigen Dialogboxen. Neu und einfacher gehalten ist jetzt speziell für Privatanwender die Netzwerk-Installation mittels des Home Networking Wizard. Die tecChannel.de-Tester bemängeln jedoch, dass der Wizard nur das Microsoft Netzwerkprotokoll NetBEUI installiert, eine Hilfe für die komplexere Installation der immer wichtiger werdenden TCP/IP-Netze aber fehlt. Neu in Windows ME ist auch der integrierte Internet Explorer 5.5, der als wesentliche Veränderung aber nur eine Funktion zur Druckvorschau bereit stellt, die ohnehin in der in Kürze bei Microsoft kostenlos zu erwartenden Explorer-Vollversion enthalten sein wird. Mit dem Programm System Restore bietet die Millennium Edition ein längst überfälliges Tool, das den Anwender bei der Sicherung und Wiederherstellung von Systemeigenschaften unterstützt, zum Beispiel, wenn eine unsauber programmierte Software das System zerstört. Die Integration eines Tools zur Öffnung von komprimierten Dateien beispielsweise im zip-Format ließ ebenso lange auf sich warten. Bei den weiteren neuen Features setzt Microsoft bei Windows ME auf Multimedia. So können mit dem Movie Maker von Windows ME Videosequenzen zu einem Film zusammengestellt werden. Allerdings verfügen immer noch die wenigsten PC-Anwender über das entsprechende Equipment, um Videos in den PC einzuspielen. Darüber hinaus ist der Media Player von Microsoft in der aktuellsten Version in Windows ME integriert. Die wichtigsten Neuerungen sind das Kopieren von Musik-CDs auf Festplatte und die Möglichkeit, über eigene Skins das Aussehen des Players zu verändern. Fraglich bleibt, ob diese Optionen einen Kauf-Anreiz bieten, da zahlreiche Free- und Shareware-Programme weit mehr als die neuen Add-ons von Windows ME können. Zudem sind diese für Privatanwender zumeist kostenlos erhältlich. Hinsichtlich der Systemperformance hat Microsoft zwar Optimierungen versprochen, wie tecChannel.de aber feststellt, lassen sich diese jedoch im Rahmen der Messtoleranzen kaum nachweisen. Zumindest ist für alle Windows 98-Anwender, die auf Windows ME umsteigen wollen, keine neue Hardware erforderlich. Insgesamt gesehen bietet die Millennium Edition vor allem Windows-Neulingen einige Einstiegserleichterungen. Wer dagegen schon länger mit Windows 98 arbeitet, findet keine essenziellen Änderungen, die die zu erwartenden Kosten für das Upgrade (ca. 200 Mark für ein Update und etwa 400 Mark für die Vollversion) rechtfertigen, zumal die meisten Neuerungen sich ohnehin in Form von Zusatz-Tools bereits bei den meisten Anwendern auf der Festplatte befinden. Nur wer regelmäßig verschiedenste Software aufspielt oder testen muss, wird das Programm System Restore zu schätzen wissen. ots Originaltext: "tecChannel.de" Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Klinkenberg-Haaß, Chefredaktion "tecChannel.de" Tel. 089/360 86-713, e-Mail: Fklinkenberg@tecChannel.de w w w . t e c c h a n n e l . d e Original-Content von: IDG TecChannel, übermittelt durch news aktuell

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