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Der neue Aldi-Computer im Test
"tecChannel.de" bescheinigt dem Discount-PC gute Noten für Leistungsniveau
Nur die schlechte Grafiksignalqualität trübt den guten Eindruck des Angebotes

    München (ots) - Heute schickt Aldi einen neuen 2000-Mark-Computer
ins Rennen. Diesmal ohne Monitor, aber mit Intel Pentium III 667 MHz.
"tecChannel.de", das Webzine für IT-Experten und Computerprofis, hat
das neue Gerät unter die Lupe genommen: Während andere Discounter wie
Lidl und Norma derzeit mit 600-MHz-Systemen auftreten, kontert Aldi
mit einem 667-MHz-PC. Wie die vergangenen Medion-Systeme von Aldi,
kostet auch dieser PC knapp unter 2000 Mark. Die Saturn-Märkte
versuchen bereits seit mehren Tagen mit einem ähnlich ausgestatteten
Compaq-System mit ebenfalls 667 MHz dem Discount-Medion Paroli zu
bieten, so das Webzine.
    
    Die Ergebnisse des "tecChannel.de"-Tests bescheinigen dem Aldi-PC
ein hohes Leistungsniveau durch hochwertige Komponenten und
einwandfreie Konfiguration. Angezweifelt werden darf jedoch der auf
der Webseite von Aldi angepriesene maximale RAM-Ausbau von 1 GByte.
Der PC kommt mit einem 128-MByte-Modul, das Mainboard kann noch ein
weiteres aufnehmen. Auch wenn der Via Apollo-Pro-Chipsatz tatsächlich
bis 1 GByte unterstützt, ist laut Mainboard-Dokumentation bei 256
MByte Schluss. Insgesamt wurden Fehler der Vergangenheit in punkto
Erweiterbarkeit jedoch weitest gehend beseitigt. Außergewöhnlich ist
die in diesem Markt hohe Garantie von zwei Jahren.
      
    In der Gesamtsystem-Leistung beeindruckt der Medion-PC mit einem
SYSmark98-Wert von 264 Punkten und liegt damit rund 10 Punkte über
der "tecChannel.de"-Prozessor-Testplattform mit 667 MHz Pentium III.
Das Grafiksignal schneidet dagegen mit unausgeprägter
Flankensteilheit und zu niedrig ausgefallener Amplitude schlecht ab.
Der On-board-Soundchip von Creative Labs überzeugt durch einen sehr
guten Klirrfaktor von 0,035 Prozent, wobei der Signalrauschabstand
mit 64 dB befriedigend ist. Von einem idealen linearen Frequenzgang
zwischen 20 Hz und 20 kHz ist die Soundlösung jedoch ein gutes Stück
entfernt. Die Massenspeicher wie Festplatte und CD-ROM-Laufwerk
bieten durchschnittliche Leistungen. Den größten Kritikpunkt der
vergangenen Aldi-PCs - die mangelnde Erweiterbarkeit in punkto Grafik
- hat der Discounter im aktuellen Angebot behoben: mit einem
AGP-Steckplatz und Grafikkarte statt der On-board-Lösung.
    
    Im Vergleich zu den Einzelpreisen der Komponenten ist der
Schnäppchen-Charakter des Aldi-PCs kaum zu schlagen, so
"tecChannel.de" weiter. Insbesondere der Prozessor bietet einen
großen Preisvorteil: Während die oft anzutreffenden 600er Pentium-III
um die 700 Mark kosten, ist der im Handel bislang seltene, noch
leistungsfähigere Pentium III 667 mit knapp 1000 Mark deutlich
teurer. Der Aldi-PC bietet daher im Verhältnis mehr Leistung zum
gleichen Preis. Das gilt auch für den PC133-Arbeitsspeicher: Das
128-MByte-Modul des Aldi-Gerätes ist im Einzelhandel oft erheblich
teurer als die PC100-Variante. Und auch bei der Garantie legt der
Discounter mit 24 Monaten vor. Üblich sind in diesem Segment 12
Monate, eine Verlängerung auf zwei Jahre kostet häufig bis zu 150
Mark Aufpreis.
    
ots Originaltext: tecChannel.de
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Frank Klinkenberg-Haaß,
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