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Highspeed-Schnittstelle "Firewire": Mehr Nepp als Innovation
tecChannel.de: Potenzial wird bei weitem nicht ausgeschöpft

München (ots) - Für Apple-Computer und bei digitalen Video-Anwendungen hat sich die Highspeed-Schnittstelle "1394" bereits etabliert. Nun schickt sich die auch als "Firewire" bekannte Schnittstelle an, den PC-Markt zu erobern. "tecChannel.de", das Webzine für PC-Experten und Computerprofis, hat die neuen Produkte bereits getestet. Fazit: Sie sind nur halbherzig aufgesetzt und schöpfen das Potenzial von "Firewire" bei weitem nicht aus. Dies sei umso ärgerlicher, da die derzeit erhältlichen Geräte zum obersten Preissegment gehören, berichtet "tecChannel.de". Während Festplatten mit 25 GByte im Handel für weniger als 450 Mark erhältlich sind, kosten die externen "Firewire"-Lösungen bei gleicher Kapazität bis zu 1000 Mark. Diese Preisdifferenz - allein für das Gehäuse, den Schnittstellen-Umsetzer sowie ein Netzteil - sei nicht gerechtfertigt, zumal die Performance auf der Strecke bleibt, urteilt das Webzine. Während bei Apple mit den G3-Modellen seit Januar 1999 die Anschlüsse auf dem Mainboard integriert sind und der Betrieb von Kameras, Festplatten und sonstigen "1394"-Geräten ohne Probleme läuft, ist der Betrieb am PC oft mit Schwierigkeiten verbunden. Mangels Chipsatz-Unterstützung von "1394" bleibt nur der Griff zu PCI-Controller-Karten. Von diesen bietet jedoch nicht jede die Unterstützung für Massenspeicher, wobei ein Hinweis auf den fehlenden Support oft ausbleibt. Deshalb sollte ein Interessent beim Kauf des Controllers unbedingt auf die so genannte OHCI-Kompatibilität achten. Diese ist für die Ansteuerung beliebiger Massenspeicher verantwortlich und daher zwingend erforderlich. Bei den mobilen PCs bietet ausschließlich Sony "1394"-Anschlüsse in seinen Notebooks. Die "1394"-kompatible Sony-Adaption "i.Link" verwendet ein eigenes Steckerformat, bei dem jedoch die Stromversorgung fehlt. "1394"-Geräte, die ihren Strom über das Schnittstellenkabel ziehen, sind an Vaio-Notebooks daher nicht lauffähig. Von der Spezifikation her hat die von Apple bereits 1995 kreierte und als Industrie-Standard verabschiedete Schnittstelle "1394" einiges zu bieten. Zu einer Anschlussmöglichkeit im laufenden Betrieb kommt etwa die hohe Bandbreite mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabyte pro Sekunde im derzeit verbreiteten Standard. Ideale Voraussetzungen, um beispielsweise auch Festplatten oder andere Massenspeicher mit dem "1394"-Interface auszustatten. Mittlerweile sind etliche externe Geräte wie Festplatten oder CD-Brenner neben Video-Lösungen erhältlich. Der schnelle Griff ins Regal ist jedoch ernüchternd: Oft wird die Festplatte beim Anschließen nicht erkannt oder die Anschlüsse sind nicht kompatibel. Auch die Performance bleibt auf der Strecke, so "tecChannel.de" weiter. Von bis zu 30 Megabyte pro Sekunde die moderne Festplatten erreichen, bleiben gerade mal 12,5 Megabyte pro Sekunde übrig. Grund ist eine schlampig aufgesetzte Firmware der Controller-Chips. So werden Festplatten nur im langsamen PIO-Mode-4 und nicht im schnellen Ultra DMA/33-Modus betrieben. Hinzu kommen weitere nur halbherzig umgesetzte Lösungen: Obwohl auch externe Geräte über "Firewire" mit Strom versorgt werden können, wird von dieser Möglichkeit kaum Gebrauch gemacht, erklärt "tecChannel.de". Kunden müssten sich daher auch weiterhin mit zusätzlichen Netzteilen und dem üblichen Kabelsalat abfinden. ots Originaltext: tecChannel.de Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen Frank Klinkenberg-Haaß, Chefredaktion "tecChannel.de" Tel. 089/360 86-713 e-Mail: Fklinkenberg@tecChannel.de www.tecchannel.de Original-Content von: IDG TecChannel, übermittelt durch news aktuell

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