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Lauschangriff im Firmennetz: Arbeitgeber lassen elektronische Aktivitäten ihrer Mitarbeiter vermehrt kontrollieren
tecChannel.de sieht die Unternehmen im Recht
System-Administratoren fungieren meist als "Controller"

München (ots) - Was George Orwell in seinem Klassiker "1984" prognostizierte, ist in lokalen Firmennetzen längst Wirklichkeit: die totale Überwachung des Anwenders und seiner elektronischen Aktivitäten. Wie die Online-Plattform für Computerprofis tecChannel.de berichtet, gehen immer mehr Unternehmen dazu über, den System-Administrator ihres Netzwerks die Rolle eines "allmächtigen Herrschers" über jedes Bit zu zu schreiben. Zwar haben die Unternehmen durchaus das Recht, über die Tätigkeiten ihrer Mitarbeiter im Bilde zu sein. Doch versuchen Firmen unter dem Deckmantel unternehmensrelevanter Aufsicht und Überwachung sich mehr und mehr an die Grenzen der Kontrolle heran zu tasten. Grundsätzlich hat ein System-Administrator laut tecChannel.de zu allen Bereichen eines Netzes vollen Zugriff. Er kann also nicht nur erkennen, wer auf welche Daten zugegriffen hat, sondern kann theoretisch jede E-Mail lesen oder auch einen Blick in die Dateiablage des Mitarbeiters werfen. Monitoring-Systeme wie "Assentor" helfen ihm bei der Bewältigung der Datenmengen. Die Software ist auf die Überwachung und Analyse elektronischer Nachrichten spezialisiert und erkennt die Satzstellungen und den Kontext in einer E-Mail. Stößt das Programm auf die vom Administrator festgelegten Inhalte, wird die E-Mail herausgefiltert und protokolliert. Andere Programme gehen sogar noch weiter. Sie zeichnen jeden Mausklick, jeden Tastendruck und sogar die zurückgelegte Strecke des Mauszeigers auf. Die Überwachung der Mitarbeiter wird vom Gesetzgeber weitgehend erlaubt. Bei dienstlichen Mails wird dem Arbeitgeber das Recht eingeräumt, Mails der Mitarbeiter zu öffnen und zu lesen. Diese sind Teil des zu erbringenden Arbeitsergebnisses und einer offiziellen Geschäftspost gleich zu setzen. Schwieriger ist die rechtliche Frage bei privaten Mails und Web-Zugriffen. Sind diese vom Arbeitgeber nicht erlaubt, kann er davon ausgehen, dass jede Mail geschäftlich ist und von ihm gelesen werden darf, außer sie ist ausdrücklich als privat gekennzeichnet. Eine Registrierung der Webzugriffe und der Zugriffszeiten zu Abrechnungszwecken ist jedoch immer zulässig. "tecChannel.de" ist das Online-Informationsangebot der IDG Interactive GmbH im Markt der Informationstechnologie. Unter www.tecChannel.de werden tagesaktuelle News und regelmäßig neue Produkttests aus allen relevanten IT-Märkten präsentiert. Zusammen mit den internationalen IDG-Ressourcen von über 250 Web-Sites in 55 Ländern verfügt das dreizehnköpfige "tecChannel"-Redaktionsteam, ergänzt durch ein Netz freier Mitarbeiter aus allen IT-Bereichen, über ein weltweit einmaliges redaktionelles Netzwerk. ots Originaltext: tecChannel Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Klinkenberg-Haaß, Chefredaktion "tecChannel" Tel. 089/360 86-713, e-Mail: Fklinkenberg@tecChannel.de www.tecChannel.de Original-Content von: IDG TecChannel, übermittelt durch news aktuell

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