Hautklinik, Universitätsklinikum Essen

Neue Sunface App: Schock für Solarium- und Sonnenfans
Hautklinik verbindet Selfie-Spaß mit Hautkrebsprävention

Effektgrafik zur Sunface App: 15 Jahre Solarium (rechts) vs. 15 Jahre kein Solarium + Sonnenschutz (links). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/126770 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Hautklinik,... mehr

Essen (ots) - Der schwarze Hautkrebs ist die häufigste Krebsart bei jungen Erwachsenen. Etwa 3.500 Patienten versterben allein in Deutschland jedes Jahr, bei rasant steigender Tendenz. Der wichtigste Risikofaktor für das sogenannte maligne Melanom ist die UV-Schädigung der Haut durch zu geringen Sonnenschutz und Solarien.

"Meine letzte Melanompatientin war 24 und hinterlässt einen dreijährigen Sohn", sagt Titus Brinker (26), Assistenzarzt der Hautklinik des Uniklinikum Essen. Brinker beschloss, etwas zu unternehmen: Er erfand die Sunface App, um möglichst viele Menschen vor einer tödlich verlaufenden Hautkrebserkrankung zu schützen. Ab heute gibt es die App kostenlos für iPhones (https://itunes.apple.com/de/app/sunface/id1226606410?mt=8) und Android Smartphones (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.agt.sunface).

Brinker: "Studien belegen, dass eine Hauptmotivation für ungesundes Bräunen das Steigern der eigenen Attraktivität ist. Die neue Sunface App zeigt die mittel- und langfristige Realität am eigenen Gesicht." Wer Sunface lädt, kann zunächst ein Selfie schießen, dann seinen Hauttyp wählen, um anschließend das eigene Gesicht in der Zukunft zu sehen - 5 bis 25 Jahre älter. Dabei unterscheidet die App nach Verhalten: a. Täglicher Sonnenschutz, b. Kein Sonnenschutz und c. wöchentlicher Solariumsbesuch. Das 3D-animierte Selfie reagiert auf Berührung, bewegt sich und verfügt über animierte Effekte. Gleichzeitig berechnet die App, wie stark sich - je nach Verhalten - die Wahrscheinlichkeit erhöht, Hautkrebs zu bekommen. Sie erklärt dem Nutzer, wie er Krebs und seine Vorstufen frühzeitig an der eigenen Haut erkennen kann. Außerdem gibt die App Empfehlungen für richtigen Sonnenschutz und ermöglicht über soziale Kanäle das Teilen des animierten Selfies als Video oder Bild.

Klinikdirektor und renommierter Melanomexperte, Prof. Dirk Schadendorf, unterstützte Brinker bei seiner Idee: "UV-Schutz statt Solarien sind das Rezept für schöne und gesunde Haut. Durch die Integration von Leitlinienempfehlungen für den Nutzer hat Sunface das Potential, wichtiger Bestandteil einer nationalen Präventionsstrategie zu werden." Auch Personaloberarzt PD Dr. Joachim Klode meint: "Jeder Hautkrebs ist heilbar, wenn er frühzeitig vom Patienten erkannt wird. Sunface zeigt seinem Nutzer wie er Hautkrebs an der eigenen Haut entdecken kann. Über das Tool Smartphone kann eine breite Zielgruppe erreicht werden."

Brinker: "Die Hautklinik macht vor, wie Nachwuchs- und Innovationsförderung aussieht: Nur durch den frühen Vertrauensvorschuss von sowohl Personaloberarzt als auch Klinikdirektor war mir die Realisierung der Sunface App möglich. Dafür bin ich sehr dankbar."

Prof. Dr. Sven Schneider, Studienleiter der SUN Study 2012 an der Universität Heidelberg, äußert sich als national renommierter Experte: "Mehr als 60 Prozent der Solariennutzer wurden nie über gesundheitliche Risiken aufgeklärt. Die Mehrzahl der Nutzer gibt an, dass sie das Solarium besuchen, um ihre Attraktivität zu steigern. Aus meiner Sicht ist die Sunface-App von Herrn Brinker deswegen so vielversprechend, weil sie diese Aspekte zielgruppengerecht und innovativ verbindet."

Pressekontakt:

Titus Brinker
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45147 Essen
Tel: 0151 / 75084347
titus.brinker@uk-essen.de

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