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UK Essen: Verbundprojekt zur Bekämpfung Ras-abhängiger Tumoren

Pressemitteilung

Verbundprojekt zur Bekämpfung Ras-abhängiger Tumoren

Essen, 22.08.2017 Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken steigt - mit gravierenden Folgen für die Betroffenen, aber auch für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert deshalb ein neues Verbundprojekt in der Krebsforschung. In den kommenden drei Jahren stehen PD Dr. Iris Helfrich von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen und ihren Kollegen der Universitäten Wuppertal und Bochum sowie der Lead Discovery Center GmbH Dortmund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Die gemeinsame Forschung dreht sich um die Ras-Gene. Jeder dritte menschliche Tumor ist von Mutationen in diesen Genen betroffen. Dazu gehören häufige Krebsformen wie Magen-, Darm-, Haut- und Lungenkrebs, für die bisher keine ausreichende Therapie existiert. Als vielversprechend erwies sich jedoch der Versuch die Ras-Proteine pharmazeutisch zu hemmen, so dass beispielsweise deren Einbettung in die Plasmamembran, dem Ort ihres aktiven Wirkens, verhindert wird.

Um einen Durchbruch bei der Entwicklung eines Ras-spezifischen Wirkstoffs zu erzielen, setzen die Mediziner auf eine Kombination aus molekularbiologischen Methoden, einem chemischem Wirkstoffdesign, der Aufklärung von Proteinstrukturen und medizinischen Testsystemen. Gelingt ihnen dies, könnten sie damit den klinischen Einsatz von ausgewählten und nebenwirkungsärmeren Medikamenten gegen Krebserkrankungen entscheidend vorabringen.

Das Gemeinschaftsprojekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Pressekontakte: 

Christine Harrell
Leiterin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit 
des Dekanats der Medizinischen Fakultät 
der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 201 723 1615
christine.harrell@uk-essen.de 
www.uni-due.de/med/ 

und 

Burkhard Büscher
Pressesprecher
Universitätsklinikum Essen AöR.
Tel.: 0201/723-2115
burkhard.buescher@uk-essen.de 
www.uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine
herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese
Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit
Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die
Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
Genetik. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den
Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin 

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK
Essen) und seine Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus,
Herzzentrum Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener
Universitätsmedizin ist mit ca. 1.700 Betten in mehr als 70 Gebäuden das
führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Alleine im vergangenen
Jahr (2015) behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre
Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die
Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international
führendes Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber,
Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe
verpflanzen, und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir
jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener
Universitätsmedizin eine weit über die Region reichende Bedeutung für die
Versorgung von Patientinnen und Patienten. 

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