Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Erhöhung der Energiesteuer ist eine Fehlentscheidung
VCI: Industrie darf nicht noch höhere Kosten auferlegt bekommen

Frankfurt/Main (ots) - Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die heute vom Kabinett beschlossene Erhöhung der Energiesteuer für das produzierende Gewerbe als industriepolitische Fehlentscheidung kritisiert. VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann sagte: "Diese Steuererhöhung verteuert die energieintensive Produktion in Deutschland. Die schon jetzt von hohen Kosten gedrückte Grundstoffindustrie muss so eine weitere Last schultern. Die Politik muss hier dringend nachbessern."

Die Erhöhung der Energiesteuer ist laut Tillmann neben Erneuerbare-Energien-Gesetz und Emissionshandel die dritte schwere Belastung für die energieintensiven Branchen. Die Mehrkosten für die deutsche Chemie werden 2013 mindestens 650 Mio. Euro betragen (Berechnung siehe Grafik unter www.vci.de/presse ): "Ohne den vollen Spitzenausgleich wird es für energieintensive Unternehmen immer schwieriger, am Standort Deutschland zu investieren", sagte Tillmann. Selbstverständlich sei es gut, wenn die Politik spare. Arbeitsplätze und Wachstum in der Industrie dürften den Sparplänen aber nicht zum Opfer fallen. "Nur eine umsatzstarke Industrie kann mit ihren Steuerleistungen helfen, den Bundeshaushalt langfristig auszugleichen", ergänzte Tillmann.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2009 über 145 Milliarden Euro um und beschäftigte mehr als 416.000 Mitarbeiter.

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