Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

BundeswehrVerband bedauert den Beschluss der FDP
Wer die Wehrpflicht aussetzt, schafft sie ab!

Berlin (ots) - Der Bundesvorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Bernhard Gertz, hat den Beschluss des gestrigen außerordentlichen Parteitages der FDP in Berlin, die Wehrpflicht auszusetzen, mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Gertz erklärte: "Wer Wehrpflicht aussetzt, schafft sie de facto ab". Niemand werde das Wehrersatzwesen und die Infrastruktur der Wehrpflichtarmee beibehalten, wenn die Wehrpflicht ausgesetzt sei. Mit dem Entschluss, die Wehrpflicht quasi abzuschaffen, nehme die FDP eine grundlegende Veränderung des Bildes und der Struktur der Bundeswehr in Kauf. So würde die Integration der Truppe in der Gesellschaft - und damit auch ganz entscheidend der für die Flexibilität, Modernität und Liberalität der Bundeswehr notwendige Austausch zwischen Gesellschaft und Militär - Schaden nehmen. Entscheidender Fehler des Beschlusses sei zudem, dass sich die Bundesrepublik einer sicherheitspolitischen Versicherung beraube, deren Rückerlangung politisch nahezu unmöglich sei. Eine solcher Systemwechsel verlange, so der Bundesvorsitzende, eine strategische Perspektive und hinreichende Prognosesicherheit für künftige sicherheitspolitische Entwicklungen. Dies habe die FDP verkannt. Optimistisch zeigte sich Gertz jedoch angesichts der Haltung der großen Volksparteien. Dort sei die Wehrpflicht in sicheren Händen. Die Entscheidung der FDP werde trotz zu erwartender öffentlicher Diskussion deswegen kaum eine Auswirkung auf die Existenz der Bundeswehr als Wehrpflichtarmee haben. ots Originaltext: Deutscher Bundeswehrverband e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Wilfried Stolze Tel.-Nr. 0228 / 3823-212 oder 0171 / 4168800 Original-Content von: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV), übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Das könnte Sie auch interessieren: