Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Gertz: Kernbestand an Zeit- und Berufssoldaten darf nicht unter 200 000 Mann absinken
BundeswehrVerband lehnt "Alibi-Grundwehrdienst" ab

    Berlin (ots) -  Zu dem Positionspapier der Unions-Fraktion erklärt
der Vorsitzende des BundeswehrVerbandes, Oberst Bernhard Gertz:
    
    Der DBwV begrüßt das Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion als
konstruktiven Beitrag zur Diskussion über die Bundeswehr der Zukunft.
Dies gilt vor allem für die Beschreibung der künftigen Aufgaben und
Fähigkeiten sowie für das Plädoyer zur Beibehaltung der allgemeinen
Wehrpflicht.
    
    Mit der Forderung, die Bundeswehr müsse künftig im Sinne von
Durchhaltefähigkeit in der Lage sein, zwei "mittlere Szenarien"
gleichzeitig bewältigen zu können und dazu verfügbare Einsatzkräfte
von insgesamt mindestens 100 000 Soldaten aufzuweisen, befindet sich
die CDU/CSU-Fraktion auf einer Linie mit allen seriösen
Diskussionsbeiträgen. Nachvollziehbar ist deshalb auch die
Schlussfolgerung, der Kernbestand an Zeit- und Berufssoldaten dürfe
unter Berücksichtigung des für die zentrale Logistik sowie für die
militärische Grund- und Ausbildungsorganisation erforderlichen
Personals nicht unter 200 000 Mann absinken.
    
    Dauer und Inhalt des künftigen Grundwehrdienstes müssen Teil einer
für die Gesellschaft und die betroffenen jungen Männer
akzeptanzfähigen, insgesamt schlüssigen Wehrpflichtkonzeption sein.
Das macht eine Verkürzung des Grundwehrdienstes auf weniger als zehn
Monate oder Modelle der Flexibilisierung zwar grundsätzlich möglich,
erlaubt jedoch keine Reduzierung auf einen "Alibi-Grundwehrdienst".
Ein solches Modell könnte keinen nachvollziehbaren Beitrag für die
Vorbereitung des Wehrpflichtigen auf eine Heranziehung als Reservist
im Verteidigungsfall leisten.
    
    Die Vorstellungen der CDU/CSU-Fraktion über die künftige
Finanzierung der Bundeswehr erscheinen anspruchsvoll. Gemessen an der
politischen Praxis seit 1990 wird es größter Anstrengungen bedürfen,
um Konsens über einen Plafond von rund zwei Prozent des
Bruttoinlandsproduktes zu erzielen.
    
ots Originaltext: DBwV
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