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Alba und David und die Umwelt
Umwelterziehung mit großer Quote: die Telenovela "Eine Liebe auf dem Land"

    Santo Domingo (ots) -  "Du liebst mich nicht mehr!" Großaufnahme Alba (14), Tränen stehen in ihren Augen. Sie senkt den Kopf, dicke Strähnen fallen ihr ins Gesicht. Schnitt. Alba reißt den Kopf hoch, fährt sich mit der linken Hand durchs Haar. Gegenschnitt auf ihren gleichaltrigen Freund David. "Ich hab Dich mit einer anderen gesehen!"

    Die Fernsehserie heißt nicht "Verbotene Liebe" oder "Marienhof", und die Hauptpersonen leben nicht in teuren Lofts oder auf einem malerischen Gestüt. Alba und David leben in einem kleinen Dorf in der Dominikanischen Republik. Sie sind arm - und die Hauptpersonen der Telenovela "Amor de conuco" (Eine Liebe auf dem Land). Finanziell unterstützt wurde die Serie vom deutschen Entwicklungsministerium (BMZ).

    Die Produktion ist ein neuer Weg zur Umwelterziehung. "In homöopathischen Dosen vermitteln wir Wissen über die Umwelt", sagt Hiltrud Huppers von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Bei ihrer Arbeit im Umweltschutz in Santo Domingo kam ihr die Idee, das Fernsehen in der mittelamerikanischen Region zur Information der Bevölkerung zu nutzen. Denn ein Empfänger steht in der kleinsten Hütte. Wo die Stromversorgung fehlt, laufen die Fernseher mit Batterie. Huppers wollte keinen erhobenen "pädagogischen Zeigefinger", keine Wissenschaftssendung: "Wir dosieren in der Telenovela das Wissen so, dass wir die Masse der Zuschauer erreichen."

    Nach zwei Wochen ist die Serie auf dem Weg, ein Straßenfeger zu werden. Neben der eigentlichen Zielgruppe, den Jugendlichen, sitzen auch Erwachsene montags bis freitags vor dem Fernseher. Alle fiebern mit. 30 Folgen a 30 Minuten sind bislang produziert.

    "Den roten Faden der Geschichte", sagt GTZ-Expertin Huppers, "haben wir mit Schülern aus 15 ausgewählten Schulen entwickelt." Heraus kam eine Mischung aus Liebe, Eifersucht, Geldproblemen, aber auch Neid und Habgier. Angereichert mit Umweltproblemen: Pestizide, Müllverbrennung, verschmutztes Wasser oder Energieverschwendung - und wie man es besser macht. Profi-Dramaturgen und Autoren brachten das Material in eine fernsehgerechte Fassung. Huppers: "Grundsätzlich funktionieren die Folgen, neben dem Herz-Schmerz immer nach dem Muster "Problem und Lösung". Dabei wissen die Jugendlichen immer mehr als die Erwachsenen."


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Hans Stehling
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