Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Interview-Angebot zur UN-Konferenz über die biologische Vielfalt
Artenvielfalt ist die Lebensgrundlage der Menschheit

Eschborn (ots) - Jedes Jahr sterben rund 26.000 Pflanzen- und Tierarten aus - statistisch verschwindet alle zwanzig Minuten eine Art unwiderbringlich. Seit 1992 gibt es deshalb die UN-Konvention zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Rund 5.000 Delegierte aus 191 Vertragsstaaten der Konvention treffen sich vom 19. bis 30. Mai in Bonn. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH unterstützt weltweit im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) den Erhalt von Pflanzen- und Tierarten.

Der Erhalt der Biodiversität ist kein Selbstzweck - die Vielfalt von Genen, Arten und Ökosystemen ist die Lebensgrundlage der Menschheit. Neunzig Prozent unserer Nahrungsmittel stammen zurzeit von nur noch einem guten Dutzend Pflanzen- und acht Tierarten. Dies birgt besondere Gefahren: Ein einziger Schädling reicht aus, um gleich einen Großteil unserer Nahrungsmittelversorgung zu gefährden. Nur Vielfalt garantiert zukünftige Entwicklungs- und Anpassungsoptionen:

   -   Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation stammen rund
       siebzig Prozent des Ausgangsmaterials für moderne Arzneimittel
       von Pflanzen. 
   -   Sogenannte Umweltflüchtlinge verlassen ihre angestammten
       Siedlungsgebiete, weil sie durch fortschreitende Zerstörung
       der Natur ihr Überleben nicht mehr sichern können. Schon heute
       ist ihre Zahl größer als die Anzahl derer, die vor
       kriegerischen Konflikten fliehen. 
   -   Seit Jahrtausenden sind natürliche Vorbilder Grundlage für 
       Erfindungen. 1,8 Millionen Arten sind derzeit bekannt und 
       beschrieben. Experten gehen davon aus, dass bis zu 15
       Millionen Arten existieren. Eine auf Innovationen
       ausgerichtete Wirtschaft ist auch künftig auf natürliche
       Vorbilder angewiesen. 

Mit 450 Projekten hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit seit Mitte der 1980er Jahre bislang rund 70 Millionen Euro jährlich für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt investiert: Kakao-Anbau in Ecuador, Ökotourismus in Mauretanien oder der Schutz von Gorillas im Kongo sind nur einige Beispiele für die Arbeit, welche die GTZ im Auftrag des BMZ leistet.

Auch die Privatwirtschaft soll stärker beim Schutz der Biodiversität beteiligt werden. Das Bundesumweltministerium (BMU) will mit der Business and Biodiversity Initiative Unternehmen motivieren, ihre Aktivitäten stärker auf den Erhalt der Artenvielfalt auszurichten. Die GTZ setzt diese Initiative im Auftrag des BMU um und hat bereits 34 international tätige Unternehmen für eine Zusammenarbeit gewonnen - darunter Volkswagen, die Otto-Group, TUI und Weleda.

Über die GTZ: Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Sie bietet zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt und fördert komplexe Reformen und Veränderungsprozesse auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.

   Interviews:
   -   Die Pressestelle der GTZ vermittelt Interviews zu allen 
       Themen rund um die biologische Vielfalt. Unsere Experten
       stehen am 14. und 15. Mai ab 8.30 Uhr zur Verfügung. Die
       Pressestelle erreichen Sie unter der Telefonnummer 
       06196-794466
   -   Themenservice "Biodiversität" für Journalisten mit
       zahlreichen Themenideen, Hintergrundinformationen und 
       Bildmaterial: Einsehen und abonnieren unter
    http://www.gtz.de/de/presse/20806.htm 

Pressekontakt:

Hans Stehling
T +49 61 96 79-1177
F +49 61 96 79-6169
Tx 40 75 01-0 gtz d
E hans.stehling@gtz.de

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