Greenpeace Magazin

PVC gefährdet Frühgeborene

    Hamburg (ots) - PVC in Infusions- oder Beatmungsschläuchen kann
für Frühchen auf Neugeborenen-Intensivstationen gefährlich sein,
haben Mannheimer Mediziner in einer Studie herausgefunden. Wie das
Greenpeace Magazin in seiner neuesten Ausgabe berichtet, kann davon
vor allem der Stoffwechsel so beeinträchtigt werden, dass den
Frühgeborenen schwere Organschäden drohen. Die Forscher von der
Universitätsklinik Mannheim halten den PVC-Weichmacher DEHP
(Di-2-ethylhexylphtalat) für den Auslöser. Er wird aus den Schläuchen
ausgespült und gerät so in die Blutbahn. "Die DEHP-Belastungen der
Frühchen liegen um das Tausendfache über der Durchschnittsbelastung
Erwachsener", sagte Studienleiter Steffan Loff dem Greenpeace
Magazin. Die Experten empfehlen deshalb, Schläuche, Blutbeutel oder
etwa Beatmungsmasken aus PVC im Klinikbereich so schnell wie möglich
zu verbieten. Alternativen aus Polyethylen oder Polyolefinen seien
bei vielen Medizin-Produkten zwar verfügbar - den Kliniken jedoch zu
teuer. In Baby-Spielzeug wurden die gefährlichen PVC-Weichmacher
hingegen schon verboten.
    
ots Originaltext: Greenpeace Magazin
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Dr. Kirsten Brodde, Tel. 0170/3405297, oder - zu PVC und Weichmachern
wie Phtalaten - von Greenpeace-Chemieexperte Manuel Fernandez, Tel.
040/30618-357.

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