Greenpeace Magazin

Deutsche beim Papierverbrauch Spitze

    Hamburg (ots) - Die Deutschen sind nach den US-Amerikanern die
größten Papierverschwender der Welt. Der Pro-Kopf-Verbrauch der
Bundesbürger ist auf den Rekordwert von 220 Kilo im Jahr gestiegen,
berichtet das Greenpeace Magazin in seiner am Freitag erscheinenden
neuesten Ausgabe. Das sind 13 Prozent mehr als 1990. Allein in den
letzten beiden Jahren stieg der Verbrauch um 15 Kilo pro Kopf. Zwar
seien die Deutschen Recycling-Weltmeister und erreichten eine
Altpapier-Sammelquote von 80 Prozent. Der Absatz von
Recycling-Produkten stagniere aber oder gehe gar zurück. So
schrumpfte etwa der Marktanteil von Schulheften aus Altpapier binnen
zehn Jahren von 70 auf knapp zehn Prozent. Auch bei Kopierpapier
griffen nur noch zwölf Prozent der Kunden zu umweltfreundlicher Ware,
drei Prozent weniger als 1998.
    
    Als Ursache nennen Experten neben einem "Schmuddelimage" den
Irrglauben, Recyclingpapier verursache beim Drucken und Kopieren
technische Probleme. Dabei ließen sich die Geräte längst auf
Altpapier einstellen. Zudem sei es rund zehn Prozent billiger als
weiße Ware. "Wir haben damit so wenig Probleme wie mit
Frischfaserpapier", bestätigt die Nürnberger DATEV, die jede vierte
deutsche Gehaltsabrechnung ausdruckt. Dass der Abwärtstrend umkehrbar
ist, wenn Kunden über die ökologischen Vorteile von Recyclingpapier
aufgeklärt werden, bewies auch der Karstadt-Konzern: Mit einer
Werbeaktion habe man den Absatz der Umwelt-Ware verdreifacht, sagte
ein Sprecher dem Greenpeace Magazin.
    
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