PETA Deutschland e.V.

Dresdner Zootierpfleger misshandelte Elefantenbabies in Südafrika
Beweise aufgetaucht

    Stuttgart (ots) - Wie die internationale Tierrechtsorganisation
PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, heute in Stuttgart
mitteilt, sei in einer am Sonntag, den 18. Juni 2000 in Südafrika
ausgestrahlten TV-Dokumentation eindeutig zu sehen, wie der
Zootierpfleger von Dresden, Jörg Burger, im November 1998 eines der
im botswanischen Tuli-Reservat gefangenen 30 Elefantenbabys mit einer
Eisenstange malträtiert.
    
    Nach Angaben der Organisation war Burger Mitglied der
deutsch-schweizerischen Zoo-Delegation, die sich seit 23. Oktober
1998 zwecks Auswahl "ihrer" Elefanten auf dem Gelände des
südafrikanischen Tierhändlers Riccardo Ghiazza aufhielt. Er
"betreute" die für die Zoos Dresden und Erfurt bestimmten
Jungelefanten bis zu deren Deportation nach Deutschland am 13./14.
Januar 1999 vor Ort.
    
    In Verhandlungsakten eines südafrikanischen Magistratsgericht vom
Oktober/November 1998 fände sich ein weiterer Beweis für
Misshandlungen durch den Dresdner Elefantenpfleger. Eine von der
halbstaatlichen nationalen Tierschutzorganisation eingesetzte
Beobachterin schilderte vor Gericht, wie einer der anwesenden
"Ausländer" (beschrieben als groß gewachsen, blond, Brillenträger)
mit einem dicken, langen Stock barbarisch auf den Rüssel eines der
Elefantenbabys einschlägt.
    
    "Es ist ein Skandal, dass die Tuli-Elefanten nach brutalem Fang
und grausamer Abrichtung durch indonesische Elefantenbändiger noch
dazu Misshandlungen  durch ihren zukünftigen Pfleger ausgesetzt
waren", betont Harald Ullmann, 2. Vorsitzender der
Tierrechtsorganisation PETA in einer Stellungnahme zu diesen
Vorwürfen gegen Burger. Ullmann fordert die sofortige Suspendierung
Burgers vom Dienst im Dresdner Zoo und erwartet vom
Bundesumweltministerium, dass endlich die notwendigen Schritte
unternommen werden, um Sawu und Mogli (Dresden), Csami und Seronga
(Erfurt) in ihre afrikanische Heimat zurückzubringen und sie dort in
ein Schutzgebiet zu entlassen. Ullmann: "Eineinhalb Jahre
Zoogefängnis sind mehr als genug - gönnt den vier Jungelefanten
endlich die Freiheit, die 14 ihrer ehemaligen Leidensgenossen seit
Dezember 1999 genießen!"
    
    Weitere Informationen zu diesem Thema sind unter www.peta.de
abrufbar. Eine kostenlose Dokumentation der Tuli-Elefanten, mit dem
Titel "Entführt, Gequält, Eingesperrt" kann bei PETA unter
0711-866-6165 angefordert werden.
    
    PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, ist mit über
700.000 Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel
der Organisation ist es, durch Aufklärung, Veränderung der
Lebensweise und Aufdecken von Tierquälerei jedem Tier zu einem
besseren Leben zu verhelfen.
    
ots Originaltext: PETA
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Kontakt:
Martin Hutter, Tel.: 033977-808-12
Harald Ullmann, Tel.:0711-866-6165

Original-Content von: PETA Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: PETA Deutschland e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: