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Mariella Ahrens (47) in "Pflege & Familie": "Mit 70 hört das Leben nicht auf"

Hamburg (ots) - Vor elf Jahren gründete Mariella Ahrens den Verein "Lebensherbst" mit dem Ziel, Senioren in Pflegeheimen aus der Einsamkeit zu holen. Im neuen Magazin Pflege & Familie (EVT 29.09.), das sich an pflegende Angehörige richtet, spricht die 47-Jährige über ihr Herzensprojekt. Wie entstand die Idee? "Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, sie waren in meiner Jugend die wichtigsten Menschen für mich. Bis heute bin ich mit meiner Oma eng verbunden. Und als ich später in Fernseh-Sendungen gesehen habe, wie schrecklich es in manchen Heimen zugeht und wie einsam die Senioren dort sind, war das für mich unverständlich, wie man mit den älteren Menschen so umgehen kann. Deshalb wollte ich mich bei der Verbesserung der Lebensumstände für Senioren engagieren."

Mariella Ahrens ist ständig auf der Suche nach neuen Unterstützern für ihren Verein, doch viele zögern. "Die meisten geben ihr Geld lieber Kindern und Tieren, aber sehr selten an Senioren. Das Thema Altersarmut wird von vielen Menschen in unserer Gesellschaft einfach weggedrückt, dabei ist man mit 70 nicht plötzlich tot - das Leben geht weiter, oft viele Jahre noch." Häufig trifft sie Menschen in den Seniorenheimen, die dort bereits seit 15 oder 20 Jahren leben. "Das ist eine lange Zeit - und diese Zeit wollen die Menschen in Würde verbringen, ein wenig genießen. Es ist ja auch kein schönes Thema, da müssen wir schon ehrlich sein. Fotos von älteren Menschen, die bedürftig sind und gepflegt werden, sind eben weniger hübsch anzusehen als beispielsweise süße Babys oder putzige Tiere."

Sie selber möchte später nicht von ihren Kindern gepflegt werden: "Ich würde mich freuen, wenn sie sich um mich kümmern, das ja. Aber Pflege - das ist noch mal etwas ganz anderes. Ich will ja, dass die beiden Zeit haben, ihr eigenes Leben zu führen. Und wer einen Angehörigen pflegt, hat kaum noch Zeit für sich selbst. Das möchte ich ihnen nicht zumuten, wenn ich ganz ehrlich bin."

Und wie sieht ihre persönliche Altersvorsorge aus? "Wir müssen alle privat für die Rente vorsorgen - von der gesetzlichen können die wenigsten leben. Aber ich sehe schon auch, dass selbst das womöglich nicht reicht. Ich habe auch ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor der Zukunft, denn eigentlich müssen wir NOCH früher und NOCH mehr schauen, wie wir fürs Alter vorsorgen. Ich blicke nicht gerade zuversichtlich in die Zukunft, was das betrifft. Man ist später sehr auf sich alleine gestellt, was viele unterschätzen. Dazu will man im Alter seiner Familie nicht auch noch auf der Tasche liegen."

Hinweis für die Redaktionen
Das gesamte Interview gibt es in der neuen Ausgabe von PFLEGE & 
FAMILIE (EVT: 29.09.). Die Veröffentlichung ist bei Nennung der 
Quelle "PFLEGE & FAMILIE" honorarfrei. 

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