Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungs-Administration

Der Viermetzhof tobt beim ersten Augsburger History Slam

Der Viermetzhof tobt beim ersten Augsburger History Slam
Fugger Forum History Slam Siegerin Stefanie Bilmayer Frank mit Moderator Horst Thiem / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/120799 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungs-Administration/Fuggersche Stiftung"

Augsburg (ots) -

   Wissenschaft mal anders: Siegerin überzeugt mit Fakten und Witz  

So etwas hat das ehrwürdige Augsburger Maximilianmuseum noch nie erlebt. Vier junge Historiker treten im Viermetzhof auf und begeistern beim Fugger Forum ein jubelndes Publikum. Nach 90 Minuten steht die strahlende Gewinnerin fest: Die Musikwissenschaftlerin Dr. Stefanie Bilmayer-Frank überzeugte das Publikum und trieb die Stimmung mit einem zur Gitarre vorgetragenen Schnadahüpfl auf unzählige namensgleiche Fugger auf die Spitze. Sie wurde zur Slam-Königin gekürt und erhielt den Fugger Forum-Pokal samt Olivenzweig.

Mit einer Kurzfassung ihrer Doktorarbeiten von sieben Minuten, einem 
Beitrag zum persönlichsten Fuggermoment und einer Runde 
"Fugger-Fun-Facts oder unnützem Wissen" sammelten die vier Kandidaten
in drei Runden Punkte - jeweils gemessen an der Applausstärke. Die 
Fugger-Forscher Dr. Stefanie Bilmayer-Frank, Dr. Stefan Grüner, Dr. 
Diana Egermann-Krebs und Dr. Maximilian Kalus traten beim ersten 
Augsburger History-Slam in drei Runden gegeneinander an und überboten
sich geradezu mit Witz, Kreativität und dichtester Faktenvermittlung.
Moderiert vom eloquenten Slam-Master Horst Thieme begeisterte der 
Wettstreit die Besucher im ausverkauften Freiluftsaal. Und das Ganze 
wurde live auf Facebook übertragen und erreicht so ein weitaus 
größeres Publikum.  

So erfuhr das Publikum, wie die königlich englische Piraterie den Fuggern das Leben schwer machte, demonstrierte Dr. Kalus, perfekt ausgerüstet mit Plüschpapagei und Piraten-Shirt. Dr. Bilmayer-Frank erzählte von den originellen bis unterwürfig-schmeichelhaften Widmungen, die Musiker für ihre Förderer aus dem Hause Fugger hinterließen und dabei oft kaum mehr die Kurve weg von "der Schleimspur" schafften, so die Slam-Doktorin. Dr. Grüner erläuterte die Frage, warum die Fugger unter Kaiser Rudolph II. Sitz und Stimme im Reichstag erhielten, und Dr. Egermann- Krebs stellte den großartigen, wenn auch eher unbekannten Jakob Fugger-Babenhausen vor - ein späterer, sehr schwäbisch und umsichtig handelnder Verwandter des legendären "reichen" Jakob Fugger und ein Familienmensch, der die Seinen gerne mal zu einem Wassersüpplein einlud.

Aber auch die anderen Teilnehmer und vor allem das Publikum waren an 
diesem Abend Gewinner - so lustig vorgetragen und zugleich 
professionell erarbeitet hatte sich wohl niemand die Materie 
Fugger-Forschung vorstellen können. Denn was die Slammer bei der 
Arbeit an ihren Dissertationen alles durchzustehen hatten, erfuhr das
Publikum in Filmbeiträgen und den weiteren Runden: Vom Abreagieren 
mit der "Lady-Kettensäge" bis zum Maxi-Cosy mit Kind unter dem 
Schreibtisch, vom Kampf zwischen Löwe, Ochse, Pferd und Bär bei einem
Reichstag in München bis zu einer lustigen Collage mit Fuggerporträts
reichten die äußerst kreativen Beiträge.  

Die Idee zum Slam wurde im Dillinger Fuggerarchiv von dessen Leiter Franz Karg und dem wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Dietmar Schiersner gemeinsam entwickelt. Das Experiment History-Slam mit Fugger-Inhalten ist gelungen! Die jungen Forscher haben bewiesen, dass Verstehen und Verständlichkeit aufs engste zusammenhängen können, ohne dass man dabei Wissenschaftspopulismus betreiben muss". Auch Maria Elisabeth Gräfin Thun-Fugger zeigte sich als Vorsitzende des Fuggerschen Familienseniorats äußerst zufrieden mit der Entscheidung pro Slam: "Man muss den Mut haben, auch ein solches Format beim Fugger Forum zu wagen". Thomas Weitzel, Kulturreferent der Stadt Augsburg, freute sich über die moderne Form der Wissensvermittlung: "Man kann die Institutionen zu diesem neuen Format nur beglückwünschen. Dass Geschichte auf so lebendige Weise vermittelt wird, zeigt, dass Wissenschaft nicht trocken Brot sein muss". Der große Erfolg des Abends weckte bei Akteuren und Publikum natürlich sofort den Wunsch nach Fortsetzung. Franz Karg fand dazu gleich klare Worte: "Es war bombig und ich habe schon eine Idee fürs nächste Jahr".

Hintergrund: Der History-Slam wurde live auf Facebook übertragen und 
erreicht so eine weitaus größeres Publikum. Am Ende der 
Liveübertragung hatten 3.111 Personen das Video aufgerufen und 11.000
Personen erreicht. Mittlerweile wurde der Slam noch viel öfter im 
Nachgang angeschaut. 

Pressekontakt:

Astrid Gabler, Leitung Kommunikation und Programme, 
Fuggersche Stiftungen, Mobil: 0170/285 1048
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