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STELVIO-Studie zeigt ein Jahr nach der Behandlung mit dem Zephyr-Endobronchialventil anhaltenden Nutzen für Emphysem-Patienten

Neuchâtel, Schweiz (ots) - Pulmonx Corporation, ein führendes Unternehmen im Bereich der interventionellen Pulmologie, gab am 18. Mai positive Ein-Jahres-Ergebnisse aus der bahnbrechenden STELVIO-Studie bekannt. Die STELVIO-Studie ist die erste randomisierte, kontrollierte Studie zum Zephyr®-Endobronchialventil (EBV) bei Patienten mit schwerem Emphysem, die mithilfe des Chartis®-Systems ausgewählt wurden. Mit dem EBV behandelte Patienten wiesen nach einem Jahr dauerhafte Verbesserungen der Lungenfunktion, der Belastungsfähigkeit und der Lebensqualität auf. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der American Thoracic Society (ATS) von der Hauptautorin, Dr. Karin Klooster, PhD beim Universitair Medisch Centrum Groningen in den Niederlanden, vorgestellt.

Von den nach einem Jahr beurteilten Patienten, die in der STELVIO-Studie behandelt wurden, wiesen 65 Prozent eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Lungenfunktion (Einsekundenkapazität) nach 12 Monaten im Vergleich zu 72 Prozent nach 6 Monaten auf. In ähnlicher Weise zeigte sich nach 12 Monaten bei 75 Prozent der mit dem EBV behandelten Patienten eine klinisch bedeutsame Verbesserung der zurückgelegten Entfernung beim sechsminütigen Gehtest im Vergleich zu 77 Prozent nach 6 Monaten. Die Verbesserung der Einsekundenkapazität betrug +17 Prozent und die Entfernung im sechsminütigen Gehtest betrug +61 Meter. Es traten keine späten Pneumothoraxfälle auf.

"Die Behandlung mit dem Endobronchialventil verbessert nicht nur die Lungenfunktion, die Belastungsfähigkeit und die Lebensqualität bei einer Vielzahl von Emphysem-Patienten, sondern es wurde auch nachgewiesen, dass ihre Vorteile längere Zeit anhalten", sagte Dr. Klooster.

Die Ein-Jahres-Analyse der STELVIO-Studie umfasste 40 Patienten mit schwerem Emphysem, bei denen zuvor mithilfe des Chartis-Systems bestätigt wurde, dass sie aufgrund fehlender interlobärer Kollateralventilation wahrscheinlich auf die Zephyr-EBV-Therapie ansprechen; diese Patienten stellten sich freiwillig für eine Beurteilung nach einem Jahr zur Verfügung. Winzige Einwegventile wurden in ausgewählte Luftwege der Patienten eingesetzt, um so den Luftstrom zu den erkrankten Bereichen mit dem Ziel zu blockieren, ihre Atmung zu verbessern. Die Studie umfasste auch Patienten, die vom medizinischen Management-Arm in den EBV-Behandlungsarm gewechselt hatten.

Die STELVIO-Studie wurde von Dirk-Jan Slebos, MD, PhD, Pulmologe, und Dr. Klooster, Studienkoordinatorin, der Abteilung für Lungenkrankheiten und dem Groninger Forschungsinstitut für Asthma und COPD am Universitair Medisch Centrum Groningen in den Niederlanden geleitet. Die Studie wurde durch einen staatlichen Zuschuss vom niederländischen ZonMW und dem Universitair Medisch Centrum Groningen finanziert und unabhängig von Pulmonx durchgeführt.

Die STELVIO-Studie ist die erste randomisierte und kontrollierte Studie zur Zephyr-EBV-Therapie, in der das Chartis-System eingesetzt wurde, um die Patienten zu identifizieren, die am ehesten einen Nutzen aus der Therapie ziehen. Sie ist auch die erste prospektive Studie mit der nachgewiesen werden konnte, dass die Therapie mit dem Zephyr-EBV für Patienten mit Emphysem von Nutzen sein kann; hierzu gehören auch Patienten mit heterogener sowie mit homogener Erkrankung.

"Die Zephyr-EBV-Therapie stellt weiterhin ihre langfristigen, lebensverändernden Vorteile unter Beweis, wenn sie in Kombination mit dem Chartis-System für die Patientenauswahl angewendet wird", sage der Chief Executive Officer von Pulmonx, Glen French. "Die einzigartige Fähigkeit des Chartis-Systems, die Patienten vorauszubestimmen, die auf die EBV-Therapie ansprechen werden, wird durch die positive Ansprecher-Rate nachgewiesen, etwas das keine andere Technologie bieten kann."

Das Zephyr-EBV ist eine minimalinvasive Behandlung schwerer Emphyseme, die sich in jahrzehntelanger klinischer Erfahrung bewährt hat, und die die Lungenfunktion, Belastungstoleranz und Lebensqualität der behandelten Patienten signifikant verbessert. Das Chartis-System wird vor dem Verfahren angewendet, um Patienten, die wahrscheinlich auf die Behandlung ansprechen, zu identifizieren. Bei dem Verfahren werden winzige Einwegventile in der Lunge platziert, um den Luftstrom zu erkrankten Regionen zu blockieren, und so das Lungenvolumen zu reduzieren. Dadurch können die verbleibenden gesünderen Bereiche effizienter arbeiten, was zu einer verbesserten Atmung und besseren Lebensqualität der Patienten führt, die dadurch mehr alltägliche Aktivitäten ausüben können. Zephyr-EBV wurden weltweit bei mehr als 10.000 Patienten implantiert.

Über Pulmonx

Pulmonx ist ein Unternehmen mit Firmensitzen im kalifornischen Redwood City sowie in der schweizerischen Stadt Neuenburg (Neuchâtel), das im Bereich der interventionellen Lungenheilkunde tätig ist und seinen Fokus auf die Entwicklung wirkungsvoller und kostengünstiger Technologien zur Verbesserung der Lebensqualität lungenkranker Patienten auf der ganzen Welt richtet. Weitere Informationen finden Sie unter www.pulmonx.com/ous/de.

Das Zephyr®-EBV ist in den USA in der Erprobungsphase. Nach US-amerikanischem Recht ist sein Einsatz auf Forschungszwecke beschränkt.

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